Reformationsgedenken 2017
Lutherstadt wirbt um Gäste

Vermischtes
Bayern
07.03.2016
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Augsburg. Mit Blick auf das Reformationsgedenken 2017 will Augsburg seine Bedeutung als Lutherstätte ins Bewusstsein rücken und vermehrt Besucher anlocken. Die Stadt hänge "an herausragenden Punkten mit der Reformation zusammen", sagte die evangelische Stadtdekanin Susanne Kasch am Montag bei der Vorstellung des neuen Reiseführers "Luther in Augsburg - Wege in der Reformationsstadt". Luther war mehrmals in der Stadt, in der 1530 zudem die "Confessio Augustana" verkündet wurde, das bis heute gültige evangelische Glaubensbekenntnis.

Weltgeschichte geschrieben


Augsburg sei vier Mal in seiner Geschichte die bedeutendste deutsche Stadt der Reformation gewesen, sagte Tourismusdirektor Götz Beck. Er erinnerte an das Streitgespräch zwischen Martin Luther (1483-1546) und dem päpstlichen Gesandten Cajetan im Jahr 1518, den Reichstag von 1530, den Augsburger Religionsfrieden von 1555 und die Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre im Jahr 1999. "Augsburg hat Weltgeschichte geschrieben", fügte Beck hinzu. Das müsse deutlicher werden. Die Broschüre soll bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) präsentiert werden, die am Mittwoch in Berlin beginnt. Autor ist der Augsburger Schriftsteller und Verleger Martin Kluger.

Das 60-seitige, reich bebilderte Heft listet zahlreiche Augsburger Orte auf, die in der Reformationszeit sowie für die wechselhafte Religionsgeschichte der Stadt bedeutsam sind. Der Reiseführer gibt Informationen zu Stadtgängen, darunter zu einer Luther-"Lauschtour", und schlägt zudem dem Bogen zu reformationsgeschichtlich bedeutsamen umliegenden Orten, etwa Donauwörth, Nördlingen und Nürnberg.
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