Sieben Castoren rollen nach Bayern

Leere Castor-Behälter auf dem Gelände des Atomkraftwerks Biblis in Hessen. Bild: dpa
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Bayern
06.05.2016
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München. Die Staatsregierung hat ihren Widerstand gegen die Aufnahme von Atommüll aus der Wiederaufbereitung im Ausland aufgegeben. Anstelle der ursprünglich von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgesehenen neun sollen aber nur sieben Castoren in Bayern gelagert werden - und zwar bis 2045 oder 2046. Das erklärte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) am Dienstag.

Die Staatsregierung hatte im Sommer heftigen Protest gegen die Lagerung von Atommüll in Bayern eingelegt und sogar mit einem Scheitern der Energiewende gedroht. Damit stießen Ministerpräsident Horst Seehofer und sein Kabinett aber auf wenig Verständnis im Rest der Republik, da in Bayern mehr Atommüll produziert wird als in jedem anderen Bundesland. Hendricks dankte Seehofer für seine "konstruktive Haltung".

In der Vereinbarung halten beide Seiten fest, dass der im Standortauswahlgesetz vorgesehene Zeitplan für ein Endlager eingehalten werden soll. "Es bleibt dabei, dass aus Zwischenlagern keine Endlager werden sollen", sagte Seehofer. Faktisch bedeutet das aber, dass der zusätzliche Atommüll mindestens 25 Jahre in Bayern lagern wird.
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