Wichtige Policen gut auswählen - Berufsunfähigkeitsversicherung muss auf jeden Fall sein
Azubis oft über Eltern versichert

Im Beruf lauern viele Risiken. Häufig sind junge Mitarbeiter von Unfällen betroffen. Foto: djd/ www.BGETEM.de
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Bayern
09.09.2016
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Auch Auszubildende brauchen Versicherungen. Allerdings ist nicht jede Police wirklich sinnvoll. Auf einige Versicherungen sollten Azubis dagegen nicht verzichten.

Zum Ausbildungsstart herrscht oft Hochkonjunktur für Versicherungsvertreter. Auszubildende sollten sich aber nicht die erstbeste Versicherung aufschwatzen lassen, rät der Bund der Versicherten (BdV). Denn nicht jeder Vertrag ist wirklich sinnvoll.

Zudem sind Auszubildende in vielen Fällen noch über die Eltern abgesichert. Das trifft zum Beispiel auf die Haftpflichtversicherung zu. Hier besteht Versicherungsschutz für die Dauer der ersten Ausbildung, meist bis zum 25. Lebensjahr.

Weitere wichtige Policen im Überblick:

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Auszubildende und Studenten sollten auf diese Police nicht verzichten. Denn für Berufsstarter ist der Verlust der eigenen Arbeitskraft nicht nur das größte Risiko, auch die Folgen können schwer sein. Über die staatliche Erwerbsminderungsrente sind Auszubildende bei Krankheit oder Unfall in den ersten Berufsjahren kaum abgesichert.

Die Höhe des Beitrages wird unter anderem vom Gesundheitszustand bestimmt. Schließt etwa ein kaufmännischer Lehrling eine BU bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit bis zum 67. Lebensjahr ab, beträgt der Beitrag für 1000 Euro Rente etwa 30 Euro im Monat. Ein Maler-Azubi, der höheren Gesundheitsgefahren ausgesetzt ist, zahlt um die 80 Euro.

Auslandsreise-Krankenversicherung: Reisen ins Ausland sollten nicht ohne eine Auslandsreise-Krankenversicherung erfolgen.

Der Grund: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt für Urlauber allenfalls die Kosten für medizinisch notwendige Leistungen. Ein Krankenrücktransport ist meist nicht versichert.

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung hingegen übernimmt die Differenz zwischen dem Rechnungsbetrag im Ausland und den Leistungen der eigenen Krankenkasse.

Kfz-Kaskoversicherung: Egal ob Pkw oder Motorrad - die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Wird freiwillig eine zusätzliche Teilkaskoversicherung abgeschlossen, reguliert diese auch Schäden am eigenen Auto.

Abgesichert sind Schäden durch Brand, Diebstahl, Sturm, Hagel, Glasbruch, Zusammenstoß mit Haarwild sowie Schäden an der Verkabelung durch Marderbisse. Wer mehr Schutz haben will, muss eine Vollkaskoversicherung abschließen. Sie zahlt bei einem selbst verschuldeten Unfall nicht nur die Schäden am eigenen Auto, sondern reguliert den Schaden auch dann, wenn sich der Unfallgegner aus dem Staub gemacht hat.

Ob sich das lohnt, hängt vom Zeitwert des Autos und der Prämienhöhe ab.

(tmn)

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