2014 Rückgang bei Umsatz und Gewinn
Preisverfall belastet Baywa

Wirtschaft BY
Bayern
28.03.2015
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Die Verbraucher in Deutschland können nach Einschätzung des Agrarhändlers Baywa auch in diesem Jahr mit niedrigen Obst- und Gemüsepreisen rechnen. Angesichts des anhaltenden Russland-Embargos dürften die Preise unter Druck bleiben, sagte Baywa-Chef Klaus Lutz in München. Im Getreidehandel stellt sich der europäische Marktführer allerdings auf Schwankungen ein.

Der Konzern hatte sich in den vergangenen Jahren unter Lutz' Führung durch Zukäufe in aller Welt gestärkt, auch um sich wetterfester für Marktschwankungen zu machen. Einige kleinere derzeit geplante Übernahmen liegen gegenwärtig allerdings auf Eis. Hintergrund sind laut Lutz Untersuchungen des Bundeskartellamtes wegen des Verdachts auf verbotene Preisabsprachen im Großhandel mit Pflanzenschutzmitteln. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Nach einem schwierigen Jahr mit einem Preisverfall bei Agrarprodukten wie Getreide und Äpfeln sowie bei Heizöl will die Baywa 2015 wieder besser abschneiden. "Wir richten den Blick jetzt nach vorn", sagte Lutz. Dazu soll der Ausbau des internationalen Geschäfts im Agrarsektor und bei erneuerbaren Energien beitragen. Im vergangenen Jahr 2014 ging der Umsatz von 16 Milliarden Euro im Vorjahr auf 15,2 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich brach der Gewinn um gut ein Viertel auf 90,5 Millionen Euro ein. Allerdings hatte die Baywa 2013 Buchgewinne gemacht.
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