Absatz in China schwächelt - Hohe Investitionskosten
Bremse für BMW

Für BMW läuft es in China weiter mau, in den USA verlangen die Käufer Rabatte, hohe Investitionen drücken auf den Gewinn. Bild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
05.08.2015
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Die sinkende Nachfrage in China und höhere Investitionen haben BMW die Quartalsbilanz verhagelt. Dennoch hält der Autobauer an seiner Jahresprognose fest. Der Absatz und das Ergebnis vor Steuern sollen um mindestens fünf Prozent steigen. "Wir halten Kurs für unsere Ziele im Gesamtjahr 2015", sagte Vorstandschef Harald Krüger zur Vorlage seiner ersten Zwischenbilanz am Dienstag in München. Allerdings sei auf dem wichtigsten Markt China keine Besserung in Sicht. Und das zweite Halbjahr werde von noch höheren Investitions- und Entwicklungskosten geprägt sein.

Im zweiten Quartal verkaufte der Anbieter zwar deutlich mehr Autos und steigerte den Umsatz dank des schwachen Euro um ein Fünftel auf 24 Milliarden Euro. Aber das Betriebsergebnis im Auto-Kerngeschäft fiel gleichzeitig um 16 Prozent. Dazu trug auch der ungünstigere Fahrzeug-Mix bei: BMW verkaufte mehr Minis und kleinere Fahrzeuge wie den neuen 2er-Van, die weniger Rendite abwerfen als große Wagen. Das erfolgreiche Kredit- und Leasinggeschäft konnte die Lücke nur teilweise ausgleichen: Unter dem Strich sank der Konzerngewinn um 1 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro. BMW verkauft derzeit jedes fünfte Fahrzeug in China. Krüger sagte: "In China sehen wir keine zusätzlichen Nachfrage-Impulse - eher das Gegenteil." Wegen der Kaufzurückhaltung und des schärferen Wettbewerbs sei "auch das Preisniveau in China unter Druck geraten", wie Finanzvorstand Friedrich Eichiner erklärte.
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