Autobauer rechnet mit Schwächephase in China
Audi auf steinigem Weg

Wirtschaft BY
Bayern
31.07.2015
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Audi stellt sich nach dem Ende des jahrelangen Booms noch auf eine längere Durststrecke in China ein. Der Weg dort bleibe in den nächsten Monaten steinig, sagte Konzernchef Rupert Stadler am Donnerstag in Ingolstadt. Bislang wollte die VW-Tochter in ihrem wichtigsten Markt 600 000 Autos in diesem Jahr verkaufen. Diese Zahl bekräftigte der Vorstand auf Nachfragen aber nicht mehr und sprach nur noch von weiterem Wachstum.

In den vergangenen Monaten waren die Verkaufszahlen in China rückläufig. Daneben sorgt auch Russland für wenig Freude: Dort gingen die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr um knapp ein Drittel zurück. Trotzdem will Audi in diesem Jahr einen weiteren weltweiten Verkaufsrekord einfahren und die Zahl von 1,74 Millionen Fahrzeugen aus dem Vorjahr übertreffen. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres waren es mehr als 900 000, ein Plus von 3,8 Prozent.

Der Umsatz legte um 11,6 Prozent auf rund 29,8 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn stieg um gut neun Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das Wachstum spiegelt sich auch in den Mitarbeiterzahlen wider: Bis Juni schuf Audi bereits 2000 neue Arbeitsplätze in Deutschland, bis zum Jahresende sollen weitere 2000 hinzukommen. Insgesamt beschäftigt Audi rund 58 000 Menschen in seinem Heimatmarkt.
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