Bau- und Ausbaugewerbe in der Oberpfalz beurteilt die Lage als günstig
Dickstes Polster an Aufträgen

Wirtschaft BY
Bayern
10.04.2015
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Das bayerische Bau- und Ausbaugewerbe erwartet nach einem erfolgreichen Jahr 2014 mit um fünf Prozent höheren Umsätzen für dieses Jahr ein gedämpfteres Wachstum. Das berichtete der Sprecher der Landesvereinigung der bayerischen Bauwirtschaft, Hans Auracher, am Donnerstag in München.

Zwar stehe das Bauhandwerk "insgesamt solide" da, doch zeichne sich in einigen Bereichen eine "zumindest eingetrübte Konjunktur" ab. Insgesamt würden laut jüngster Branchenumfrage 47 Prozent der Bau- und 57 Prozent der Ausbaubetriebe ihre Geschäftslage als gut bezeichnen, so Auracher. Erstmals ermittelte der Branchenverband auch Werte zur regionalen Baukonjunktur.

Demnach beurteilen die Bau- und Ausbaubetriebe in der Oberpfalz ihre Lage im Vergleich mit denen in den übrigen Bezirken relativ günstig. Auf einer Notenskala von 1 bis 6 kommen die Unternehmen in der Oberpfalz auf eine Durchschnittsnote von 2,46. Besser ist Lage demnach nur in Niederbayern (2,35). Die getrübteste Stimmung herrscht in Oberfranken (2,83). Beim Auftragsbestand verfügt das Baugewerbe in der Oberpfalz über das dickste Polster. Es liegt derzeit bei durchschnittlich 9,9 Wochen. Auch hier ist Oberfranken mit lediglich 6 Wochen das Schlusslicht.

Probleme hat das Bauhandwerk mit dem Fachkräftenachwuchs. "Unsere Betriebe haben einen hohen Personalbedarf, den sie aber immer schlechter abdecken können", so Auracher. Hoffnungen setzte er auf den leichteren Zugang von Flüchtlingen und Asylbewerbern zum Arbeitsmarkt. Die Betriebe seien entsprechend ausbildungswillig, allerdings gebe es zahlreiche bürokratische und praktische Hürden.
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