Bayern-LB verklagt Ecclestone

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Bayern
20.12.2014
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Die Bayern-LB hat Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und seine Familienholding Bambino auf Schadenersatz von rund 345 Millionen Euro verklagt. Das teilte die Landesbank am Freitagabend in München mit. Beim Verkauf der Anteile der Bank an der Formel 1 in den Jahren 2005 und 2006 sei ein Vorstand der Bayern-LB bestochen worden, begründete die Bank ihre Klage. Der Kaufvertrag sei aus diesem Grund zu Bedingungen abgeschlossen worden, "die von Herrn Ecclestone vorgegeben wurden und für die Bank nachteilig waren".

Ursprünglich hatte Ecclestone der Bayern-LB umgerechnet 25 Millionen Euro geboten, was die Bank aber abgelehnt hatte. Die Landesbank fühlt sich von dem Formel-1-Chef über den Tisch gezogen. Sie war früher Hauptaktionär der Rennserie und geht davon aus, dass sie ihre Anteile im Jahr 2006 wegen einer Absprache zwischen Ecclestone und ihrem damaligen Vorstand Gerhard Gribkowsky zu billig an den Investor CVC verkauft hat.

Wegen angeblicher Täuschung beim Rückkauf der Hypo Alpe Adria (HGAA) verklagt unterdessen Österreich die Bayern-LB vor dem Handelsgericht Wien auf 3,5 Milliarden Euro. Die Bayern hätten den tatsächlichen Kapitalbedarf der HGAA 2009 vor dem Verkauf an Österreich bewusst verschleiert, sagte der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) am Freitag in Wien.
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