Berlien Nachfolger von Dehen - Konzern erwartet 2015 weniger Gewinn
Chefwechsel bei Osram

Olaf Berlien übernimmt zu Jahresbeginn den Chefposten beim Lichtkonzern Osram. Archivbild: dpa
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Bayern
07.11.2014
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Der Lichttechnikspezialist Osram gibt auch für das kommende Jahr keine Entwarnung. Wegen des laufenden Konzernumbaus und der damit verbundenen Kosten werde im Geschäftsjahr 2015/16 (30. September) der Gewinn nach Steuern deutlich zurückgehen, kündigte Osram bei der Vorlage vorläufiger Zahlen an.

Der bisherige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dehen scheidet zudem zum 1. Januar 2015 aus dem Unternehmen aus - "auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen", wie es hieß. Sein Nachfolger wird Olaf Berlien. Der 52-Jährige solle auch die Aufgaben des Technikvorstandes übernehmen, teilte Osram weiter mit. Derzeit ist Berlien noch Chef des Anlagenbauers M+W Group. Davor arbeitete er unter anderem für Thyssen-Krupp, Carl Zeiss und IBM Deutschland.

Die IG Metall forderte von dem künftigen Vorstandschef ein Zukunftskonzept für das Unternehmen. Berlien müsse in neue Technologien und die Standorte investieren statt nur zu sparen, sagte der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler. Osram leidet darunter, dass das traditionelle Geschäft mit Glühbirnen und Leuchtstoffröhren immer schneller schrumpft. Der Konzern reagiert derzeit darauf mit einem drastischen Sparprogramm, dem weltweit 7800 Stellen zum Opfer fallen sollen. Bis Ende September waren bereits elf Werke geschlossen beziehungsweise verkauft. Im Geschäftsjahr 2013/14 verbuchte Osram einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich von 34 Millionen Euro im Vorjahr auf 193 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie erhalten.
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