Bessere Konjunktur hält Arbeitslosigkeit im Zaum

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Wirtschaft BY
Bayern
30.01.2015
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Ein kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Januar nicht ungewöhnlich. Selten ist aber, dass er so gering ausfällt wie in diesem Jahr. Die Konjunkturbelebung sorgt auf dem Arbeitsmarkt für einen kräftigen Schub. Deshalb legte im Januar die Zahl der Arbeitslosen geringer zu als sonst.

Zum Jahresanfang waren 3,032 Millionen Menschen in Deutschland ohne Job. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mit. Das sind zwar 268 000 mehr als im Dezember, aber rund 104 000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 7,0 Prozent. Eine niedrigere Januar-Arbeitslosigkeit war zuletzt im Jahr 1991 registriert worden. In Bayern stieg die Zahl der Arbeitslosen um 48 500 auf 300 100. Die Quote legte im Vergleich zum Dezember 2014 um 0,7 Punkte auf 4,3 Prozent zu.

"Etwas Optimismus"

In der Regel steigt die Winterarbeitslosigkeit im Januar bundesweit um bis zu 330 000. Der überraschend geringe Zuwachs in diesem Jahr sorgte auch an der Spitze der Bundesagentur für Zuversicht: "Wir haben gute Gründe für etwas Optimismus im Jahr 2015", kommentierte Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Für den Anstieg der Erwerbslosenzahl macht die BA ausschließlich saisonale Gründe verantwortlich: Zum einen verlören durch das Winterwetters etliche Beschäftigte in Außenberufen vorübergehend ihre Stelle. "Auch laufen nach dem Weihnachtsgeschäft im Handel und in Logistikbetrieben viele Arbeitsverträge aus", sagte Weise.

Von der Konjunktur bekam der Arbeitsmarkt im Januar sogar einen leichten Schub, wie die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen zeigen. Ohne den jahreszeitlichen Effekt wäre die Zahl der Arbeitslosen um 9000 auf 2,836 Millionen gesunken. Nach den jüngsten Daten vom Dezember legte die Erwerbstätigkeit um 22 000 auf 42,87 Millionen zu, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 404 000.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im November um 45 000. Die Zahl der Menschen mit einem regulären Job lag im Vergleich zum Vorjahr mit 30,69 Millionen um 539 000 im Plus. Im Januar waren 485 000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 60 000 mehr als vor einem Jahr.
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