Betreiber von Burger-King-Filialen stellt Insolvenzantrag
Yi-Ko gibt auf

Wirtschaft BY
Bayern
11.12.2014
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Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Burger-King hat der Franchisenehmer Yi-Ko Insolvenzantrag für seine 89 Schnellrestaurants mit rund 3000 Beschäftigten gestellt. Der Antrag ging am Mittwoch beim Amtsgericht Stade ein. Das Unternehmen sei nach eigenen Angaben überschuldet, sagte der Direktor des Amtsgerichts, Willi Wirth. Der Insolvenzantrag wurde für die Betreibergesellschaft Burger-King GmbH von Yi-Ko gestellt.

Die Fast-Food-Kette sieht nun den "Weg frei für einen kompletten Neuanfang", wie sie erklärte. Das Amtsgericht werde nun zunächst einen vorläufigen Insolvenzverwalter benennen, der sich einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens verschaffe. Man werde "eng mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter zusammenarbeiten und versuchen, schnellstmöglich eine Lösung für die Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der Arbeitsplätze zu finden", hieß es.

Zuvor hatte Burger-King bekanntgegeben, dass die Verhandlungen mit Yi-Ko über eine Lösung für die geschlossenen Restaurants gescheitert seien. Man werde weiter versuchen, eine Lösung für die rasche Wiedereröffnung und die Sicherung der Arbeitsplätze zu finden, hatte ein Burger-King-Sprecher erklärt.

Burger-King hatte Yi-Ko im November fristlos gekündigt und den Schritt auch mit Vertragsverstößen begründet. Zuvor hatte es Wirbel um Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen gegeben. Weil Burger-King Yi-Ko die Nutzung von Marke und Firmenlogo verbieten ließ und die Filialen auch nicht mehr belieferte, mussten sie einige Tage später schließen.

Risiken unklar

In den vergangenen Tagen hatte sich zeitweise eine Einigung abgezeichnet. So sagten die Parteien eine für Montag angesetzte Gerichtsverhandlung ab, offenbar, um die Gespräche nicht zu belasten. In der Kürze der Zeit und mangels ausreichender Informationen sei es aber nicht möglich gewesen, "die potenziellen Risiken in der ehemaligen Yi-Ko abzuschätzen", hatte der Burger-King-Sprecher erklärt. Man werde weiter versuchen, eine Lösung für die rasche Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der Arbeitsplätze zu finden. Alleineigentümer von Yi-Ko ist nach einem Gesellschafterwechsel der Russe Alexander Kolobov.
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