BMW: Rekordzahlen vor Chefwechsel

Symbolbild: dpa
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Bayern
13.03.2015
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Seit fünf Jahren reiht BMW Rekordjahr an Rekordjahr. Konzernchef Norbert Reithofer kann noch einmal Bestwerte vor seinem Abschied von der Spitze im Mai vorlegen. Doch an Arbeit wird es seinem Nachfolger allen Rekorden zum Trotz nicht mangeln.

BMW hält mit seinem fünften Rekordjahr in Folge die Konkurrenz in der Oberklasse weiter auf Distanz. Kurz vor seinem Abschied vom Posten als Vorstandschef überlässt Norbert Reithofer damit seinem Nachfolger Harald Krüger ein wohl bestelltes Haus. Krüger soll in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass es Daimler und der Volkswagen-Tochter Audi nicht gelingt, BMW 2020 zu überholen.

Rund 5,82 Milliarden

Im vergangenen Jahr ist es den Verfolgern wie erwartet nicht gelungen. Das zeigen die Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Gewinn. BMW verdiente unter dem Strich rund 5,82 Milliarden Euro und damit mehr als je zuvor in der 99-jährigen Firmengeschichte. 2014 verkaufte der Konzern 2 117 965 Autos. Das trieb auch den Umsatz auf neue Höhen. Die Erlöse kletterten um fast sechs Prozent auf 80,4 Milliarden Euro.

"Unsere Fahrzeuge sind bei den Kunden in aller Welt begehrt und sorgen für Rückenwind", sagte Reithofer am Donnerstag in München. Eine knappe Woche vor der eigentlichen Bilanz-Pressekonferenz hatte der Konzern die wichtigsten Kennzahlen des Geschäftsjahres veröffentlicht.

Weltweit beschäftigte der Konzern vergangenes Jahr 116 324 Menschen, 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr plant BMW 8000 Neueinstellungen. Die Aktionäre sollen eine Rekorddividende von 2,90 Euro je Stammaktie und 2,92 Euro je Vorzugsaktie erhalten. Das sind jeweils 30 Cent mehr als für 2013. Allein die drei Großaktionäre Johanna Quandt, Stefan Quandt und Susanne Klatten halten zusammen 46,7 Prozent der Stammaktien und werden damit gemeinsam gut 815 Millionen Euro kassieren, sofern die Hauptversammlung wie erwartet zustimmt.

Wechsel in den Aufsichtsrat

Allerdings erschweren unter anderem politische Krisen dem Autobauer zunehmend eine langfristige Planung. Das hatte Reithofer auf dem Autosalon in Genf erklärt. So habe man viele Pläne für den Wachstumsmarkt Russland gehabt, die über Jahre auch funktioniert hätten - und dann mit einem Schlag Makulatur waren. Im Alltag muss sich darum bald Harald Krüger kümmern. Der bisherige Produktionsvorstand übernimmt zur Hauptversammlung im Mai Reithofers Job. Der wird dann an die Spitze des Aufsichtsrates wechseln, der bisherige Chefaufseher Joachim Milberg verzichtet auf sein Amt. Inzwischen hat BMW auch einen Nachfolger für Krüger gefunden. Der bisherige Leiter der Konzernplanung, Oliver Zipse (51), wird den Posten übernehmen. Zipse war zuvor unter anderem Leiter des Werks im britischen Oxford.
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