Burger-King einigt sich mit Lizenznehmer
84 Filialen gerettet

Wirtschaft BY
Bayern
03.06.2015
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Der Fastfood-Konzern Burger-King hat sich mit seinem größten deutschen Lizenznehmer auf den Weiterbetrieb von 84 bedrohten Filialen geeinigt. Wie Burger-King am Dienstag in München mitteilte, erhält der Unternehmer Alexander Kolobov mit seiner Firma Schloss Burger GmbH (SBG) die notwendige Lizenz für die Restaurants mit ihren rund 3000 Mitarbeitern. Die Gewerkschaft NGG begrüßte die Einigung.

Burger-King hatte im November 2014 nach Berichten über Hygienemängel dem damals unter dem Namen Yi-Ko firmierenden Lizenznehmer für 89 Filialen fristlos gekündigt und die Belieferung gestoppt. Zuvor musste Yi-Ko-Miteigentümer Ergün Yildiz gehen, sein russischer Geschäftspartner Alexander Kolobov übernahm die Firma. Am 10. Dezember meldete die Betreibergesellschaft Insolvenz an. Nach einer Finanzspritze von Kolobov konnte der Insolvenzantrag zurückgenommen werden. Seither liefen die Gespräche über eine Lösung für die Restaurants. In den Filialen seien wieder faire Arbeitsbedingungen geschaffen und ausstehende Zahlungen beglichen worden, heißt es nun in der Mitteilung von Burger-King. Es werde daran gearbeitet, dass die Filialen "entsprechend der hohen operativen Standards der Marke Burger King betrieben werden". Auch sei die Betreiberfirma wieder Mitglied im Bundesverband der Systemgastronomie und zahle ihren Mitarbeitern Tariflöhne.

In Deutschland gibt es rund 700 Burger-King-Restaurants, die von Lizenznehmern betrieben werden. Mit 89 Filialen bundesweit war die frühere Yi-Ko der größte Franchisenehmer des Konzerns hierzulande. In der Oberpfalz hatte die Holding kein Burger-King-Restaurant betrieben.
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