Chaos an bayerischen Bahnhöfen bleibt aber aus
Lokführerstreik trifft Pendler

Keine sichtbaren Auswirkungen zeigte der Lokführerstreik am Bahnhof in Schwandorf. Ohne Ausfall oder Verzögerung lief der Betrieb bis zum Streikende am Mittwochmorgen um 6 Uhr. Bild: Götz
Wirtschaft BY
Bayern
09.10.2014
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Zugausfälle und Verspätungen: Der bundesweite Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL hat die Bahn auch in Bayern kräftig aus dem Takt gebracht. Auch nach dem Ende des neunstündigen Ausstands am frühen Mittwochmorgen kam es zu Behinderungen. Betroffen waren nach Bahnangaben vor allem die Ballungsgebiete. Pendler kamen zu spät zur Arbeit, Reisende mussten umplanen. Das befürchtete Chaos an den Bahnhöfen blieb allerdings aus.

Ab Mittag fuhren S-Bahnen in Bayern nach Bahn-Angaben wieder planmäßig. Im Regionalverkehr gab es wegen des Streiks keine Behinderungen mehr. Im Fernverkehr kam es dagegen noch am Nachmittag vereinzelt zu Verspätungen. In München war nach Angaben eines Bahn-Sprechers am frühen Morgen jede zweite S-Bahn ausgefallen. Für Verspätungen in der Landeshauptstadt sorgte kurz nach dem Ende der Aktion zudem eine 40-minutige Weichenstörung am Ostbahnhof. In Nürnberg standen am frühen Morgen etwa ein Drittel der S-Bahnen still. Ähnlich sah es im Regionalverkehr aus. Bundesweit konnten nach Bahnangaben mehr als 2500 Züge im Nahverkehr nicht fahren.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte den Ausstand um 6 Uhr für beendet erklärt. Der Vorsitzende Claus Weselsky sagte, man werde über weitere Streiks entscheiden, wenn die Bahn ihre Blockadehaltung nicht aufgebe. Einen unbefristeten Ausstand schloss er aber aus.
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