DGB fordert Kontrollen beim Mindestlohn

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Bayern, Matthias Jena. Archivbild: dpa
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Bayern
30.12.2014
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Kurz vor dem Start des flächendeckenden Mindestlohns häufen sich beim DGB Bayern bereits Klagen über Arbeitgeber, die die Regelung umgehen wollen. So suchten beispielsweise Prospektausträger Rat, die vom Arbeitgeber gefragt würden, ob Minderjährige in der Familie sind, teilte der Gewerkschaftsbund am Montag in München mit. "Auf diese soll dann der Auftrag umgeschrieben werden, so dass der Mindestlohn entfällt - auch wenn weiter die Erwachsenen die Zustellung machen würden", erklärte Matthias Jena, Vorsitzender des DGBS Bayern.

Er forderte die Arbeitgeber auf, sich dem entgegenzustellen. Die Staatsregierung und ihre Behörden sollten zudem ein effektives Kontrollverfahren und eine angemessene Kontrolldichte ermöglichen. Neben den Landesfinanzbehörden sei auch die Gewerbeaufsicht gefordert, um vor allem Scheinselbstständigkeit aufzudecken. Vom 1. Januar an greift in Deutschland der allgemeine, flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) erwartet dadurch einen sprunghaften Anstieg der Arbeitskosten und sieht zehntausende Jobs bedroht.
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