Druckmaschinenhersteller findet Weg aus der Krise - Konzentration auf Spezialmärkte
Koenig & Bauer hält Druck stand

Der Würzburger Maschinenhersteller Koenig & Bauer befindet sich laut neuer Quartalszahlen wieder im Aufwind. Bild: dpa
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Bayern
12.11.2014
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Die Druckmaschinenbranche muss sich in der Krise dem Markt anpassen, um Gewinn zu machen. Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) baut Jobs ab, konzentriert sich auf Spezialmärkte und bietet mehr Service. Das zeigt Wirkung. KBA spürt die ersten positiven Effekte der Neuausrichtung. Der Konzern habe in den vergangenen neun Monaten deutlich weniger Verlust gemacht als im Vorjahreszeitraum, teilte Koenig & Bauer mit.

Unter dem Strich steht zwar noch ein Minus von 2,3 Millionen Euro (September 2013: - 20,2 Millionen Euro), doch der Vorstand sieht sich laut Mitteilung am Dienstag auf Kurs. Für das Gesamtjahr peilt er ein ausgeglichenes Gesamtergebnis vor Abzug der Steuern (EBT) an.

Der Umsatz des weltweit zweitgrößten Druckmaschinenbauers stieg um 8,5 Prozent auf 792 Millionen Euro. Allerdings gingen bis Ende September weniger Aufträge bei KBA ein als im Vorjahr - das Volumen sank von 710 auf 669 Millionen Euro. Finanzkrise, Kriege und die Angst vor Ebola dämpften die Zukunftserwartungen in den für den Druckmaschinenhersteller wichtigen Schwellenländern. 15 Prozent seines Umsatzes machte Koenig & Bauer in Lateinamerika und Afrika.

Arbeitsplätze abbauen

Gesenkt wurden die Personalkosten. Vor drei Jahren hatte KBA noch 6500 Mitarbeiter, heute sind es rund 5900, bis 2016 will der Konzern insgesamt auf weniger als 4500 Arbeitsplätze schrumpfen.

Bei der Prognose für das Gesamtjahr bleibt der Vorstand optimistisch: Die Verantwortlichen erwarten einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und eine schwarze Null vor Abzug der Steuern. Unter dem Strich werden die Franken also dennoch in den roten Zahlen bleiben.

Die Branche ist wegen der eingebrochenen Nachfrage im Zeitungs- und Anzeigenbereich seit Jahren in der Krise. Mit der Neuausrichtung will Koenig & Bauer seine Kapazitäten an den geschrumpften Markt anpassen und bis 2016 wieder nachhaltig profitabel sein.
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