Elektronische Aufpasser

Mit Kameras wie der Instar 6012 HD lassen sich Innenräume überwachen. Sie verfügt über Mikro, Infrarot-Nachtsicht und einen Bewegungsmelder. Wird sie aktiviert, sendet die Kamera per E-Mail eine Warnung. Bild: Instar
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Bayern
28.11.2014
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Um das eigene Grundstück oder die Haustür immer im Blick zu haben, sind IP-Kameras eine echte Alternative zu komplexen Überwachungssystemen. Aber es gibt erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Produkten.

Einbrecher auf frischer Tat ertappen, das Baby eine Etage höher jederzeit im Blick haben oder kontrollieren, ob der Nachbar wieder unerlaubt sein Auto vor der Einfahrt abstellt? Es gibt viele Gründe, Überwachungskameras zu installieren. Moderne IP- oder Netzwerk-Kameras erlauben Videoüberwachung ohne lästige Kabel. Per Smartphone und Tablet-PC lassen sich die Bilder von überall verfolgen.

"Die kleinen Geräte sind recht günstig in der Anschaffung und bieten im Vergleich zu vollwertigen Überwachungskameras viele Komfortfunktionen", erklärt Moritz Wanke von der Zeitschrift "Chip". Das fängt bei der Installation an: So genügt es, die Kamera per Netzwerk-Kabel oder WLAN an den Router zu koppeln, schon lässt sich das Videobild weltweit abrufen.

HD-Auflösung empfohlen

Steht im Außenbereich keine Steckdose zur Verfügung, ist die Anschaffung einer IP-Kamera sinnvoll, die ihren Strom über das Netzwerkkabel bezieht. "Power-over-Ethernet" heißt diese Funktion. "Alternativ können Sie die Stromleitung auch zur Datenübertragung einsetzen", sagt Wanke. Das geht über einen sogenannten Powerline-Adapter, der Daten über das Hausstromnetz sendet.

Entscheidend ist die richtige Auflösung der Kamera. "Günstige Modelle bieten in der Regel nur VGA-Niveau mit 640 x 480 Pixeln. Das reicht, solange Sie daheim nur nach dem Rechten sehen oder den Nachwuchs beobachten wollen", sagt Wanke. Zur Grundstücksüberwachung sollte es aber ein Modell mit HD-Auflösung und Bewegungssensor sein. Sobald die Kamera eine Bewegung erkennt, startet automatisch die Aufnahme auf SD-Karte oder externer Festplatte. "Mit mindestens 30 Bildern pro Sekunde stehen die Chancen gut, dass die Kamera im richtigen Moment das Gesicht der Person einfängt", so der Experte.

Grenzen der Überwachung

Der Zugriff auf die Kamera klappt praktisch von jedem Ort aus über das Netzwerk. Aufnahmen oder eine Live-Ansicht gelingen meist mit jedem beliebigem Browser. Für mobile Endgeräte bieten viele Hersteller zusätzliche Apps an. Ausgewählte Modelle mit Benachrichtigungsfunktion verschicken außerdem in Eigenregie eine SMS oder eine E-Mail, wenn eine Aufnahme ins Internet hochgeladen wurde. Schon unter 100 Euro gibt es Überwachungskameras mit Netzwerkanschluss. Für professionelle Outdoor-Modelle werden einige hundert Euro fällig.

Die Überwachung kennt allerdings Grenzen. "Grundsätzlich dürfen Privatpersonen nur ihr eigenes Grundstück überwachen", erklärt der Kölner IT-Anwalt Christian Solmecke. Zwar griffen die Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes bei Aufnahmen zu ausschließlich privaten oder familiären Zwecken nicht. Werden aber die Persönlichkeitsrechte von Besuchern, Familienmitgliedern oder Passanten verletzt, drohen Unterlassungsklagen.
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