Ermittlungen gegen Solarfirmen

Wirtschaft BY
Bayern
16.05.2015
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Deutsche und europäische Behörden verdächtigen chinesische Unternehmen und ihre Kunden, die vereinbarten Maßnahmen gegen Dumping-Preise für Solarprodukte zu umgehen. Zollbehörden und Staatsanwaltschaften hätten zusammen mit einer Brüsseler Behörde Einfuhren von Solarpaneelen im Visier, "bei denen der Verdacht besteht, dass Anti-Dumping-Zölle umgangen wurden", erklärte das Bundesfinanzministerium der "Süddeutschen Zeitung". Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Die EU-Kommission teilte mit, die Import-Kontrollen von Solarpaneelen würden fortgesetzt, beteiligte Unternehmen würden dazu befragt.

Solarmodule und -zellen sollen aus China erst in Länder wie Malaysia und Taiwan verschifft und dort mit falschen Papieren ausgestattet worden sein, berichtet die Zeitung. Der europäische Solar-Branchenverband EU Pro Sun hatte bereits vor einigen Wochen auf genau diese Praktiken hingewiesen. "In Deutschland besteht der Verdacht, dass mindestens zwölf Unternehmen chinesische Solarpaneele unter Umgehung von Anti-Dumping-Zöllen eingeführt haben", heißt es nun laut SZ beim Berliner Ministerium. Die EU hatte 2013 Mindestpreise und Strafzölle vereinbart, die die schwer angeschlagene europäische Solarindustrie gegen die deutlich preiswertere chinesische Konkurrenz wappnen sollten. Die Maßnahmen laufen zunächst bis Ende 2015.
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