Erwartungen zurückgeschraubt: Starker US-Dollar bringt Puma in Schwierigkeiten
Raubkatze zieht Krallen ein

Wirtschaft BY
Bayern
07.05.2015
4
0
Der Sportartikelhersteller Puma schraubt die Erwartungen für 2015 zurück. Probleme macht der weltweiten Nummer Drei der Branche hinter Nike und Adidas vor allem der starke US-Dollar. Er sorgt zum Beispiel für höhere Einkaufspreise bei Rohstoffen, die zur Herstellung von Bekleidung und Schuhen gebraucht werden.

Bereits im ersten Quartal brach der Gewinn ein. Operativ verdiente Puma nach ersten Berechnungen mit 37,5 Millionen Euro 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Konzerngewinn ging um 30 Prozent auf 24,8 Millionen Euro zurück. Der Umsatz stieg um 13,2 Prozent auf 821,4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Konzernchef Björn Gulden nun statt leichter Zuwächse beim Gewinn mit einem Rückgang.

Auch der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde 2015 von den im Vorjahr erzielten 128 Millionen Euro auf 80 bis 100 Millionen Euro sinken, teilte Puma am Mittwoch am Rande der Hauptversammlung in Herzogenaurach mit. An der Umsatz-Prognose hält Puma fest. Dieser soll währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. 2014 lagen die Erlöse bei 2,97 Milliarden Euro. Die aktuelle Währungssituation ist für Puma ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite kurbelt der schwache Euro die Umsätze an. Auf der anderen Seite werden Rohmaterialien und die Produktion in Asien in US-Dollar gehandelt.

Puma fährt zudem ausgerechnet in Ländern wie Brasilien, Argentinien, Russland oder der Türkei einen erheblichen Teil seiner Gewinne ein, deren Währungen sich schlecht absichern lassen. Die Börse reagierte verschnupft auf die Zahlen: Die im SDax notierte Puma-Aktie verlor deutlich.
Weitere Beiträge zu den Themen: Herzogenaurach (124)Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.