Experten hatten es erwartet: Arbeitslosenzahlen bleiben nahezu unverändert - 5,149 Millionen in ...
Rekordhoch bei Beschäftigung in Bayern

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Bayern
28.11.2014
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Die Zahl der Menschen mit einem regulären Job hat in Bayern ein Rekordhoch erreicht. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen nahezu unverändert geblieben, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.

Die Erwerbslosenzahl lag im November bei etwa 242 000 - damit waren nur 90 Menschen mehr ohne Job als im Vormonat. Besonders erfreulich war die Entwicklung bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - sie erreichte nach den aktuellen Zahlen im September den Rekordwert von 5,149 Millionen Menschen. Im September legt diese zwar saisonal bedingt fast immer zu - denn viele Betriebe stellen nach den Sommerferien wieder deutlich mehr ein und zahlreiche Ausbildungsverhältnisse beginnen. Doch auch im Vergleich mit 2013 zeigte sich ein deutlicher Zuwachs von etwa 105 500 Menschen oder 2,1 Prozent.

Dass die Arbeitslosenzahlen nicht anstiegen, lag an den milden Temperaturen im November. Im Bau- und im Gastgewerbe konnten daher viele Saisonkräfte weiter arbeiten. "War allerdings noch im letzten Jahr ein moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zu beobachten, reduzierte er sich in diesem Jahr auf fast Null", sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. Entgegen dem Bundestrend steigt die Arbeitslosenzahl in Bayern im November witterungsbedingt häufig.

Quote bei 3,4 Prozent

Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 3,4 Prozent und damit in allen bayerischen Regierungsbezirken unter dem Bundesdurchschnitt von 6,3 Prozent. Auch Experten hatten erwartet, dass der Arbeitsmarkt im November im Freistaat stagniert. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl um 1,3 Prozent.

Positiv ist, dass die Unternehmen weiter nach Arbeitskräften suchen. Den Arbeitsagenturen und Jobcentern wurden im November fast 25 400 offene Stellen gemeldet. Das sind zwar sieben Prozent weniger als im Oktober, aber ebenfalls sieben Prozent mehr als im Vorjahr. "Die bayerischen Betriebe zeigen nach wie vor eine sehr gute Einstellungsbereitschaft", sagte Holtzwart. Es überwiege nach wie vor gute Stimmung. Zu den stärksten Branchen zählen der Handel, das Verarbeitende Gewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern forderte die Arbeitgeber auf, in Zeiten einer günstigen Wirtschaftslage auch die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

"Niedrige Einkommen, stark wechselnde Arbeitsbelastungen und unsichere Arbeit erschweren jungen Menschen die Zukunftsplanung", sagte Matthias Jena.

Der bayerische DGB-Chef weiter: "Gerade im Hinblick auf den prophezeiten Fachkräftemangel ist diese Entwicklung unverständlich."
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