Fernbus-Markt in Bewegung: Fusion geplant

Nach zwei Jahren Boom verändert sich der Fernbusmarkt in Deutschland. Erst ziehen sich Unternehmen zurück, jetzt schließen sich zwei Große - MeinFernbus und Flixbus - zusammen. Verbraucherschützer warnen bereits vor einem entstehenden Monopol. Sie rechnen zudem damit, dass die Zeit sinkender Preise für die Kunden schon bald vorbei sein könnte. Bild: dpa
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Bayern
08.01.2015
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Nach dem Ausbau des Fernbus-Netzes in Deutschland wollen die größten deutschen Anbieter nun gemeinsam mehr Fahrten ins Ausland anbieten. MeinFernbus und Flixbus kündigten am Mittwoch an, sich dazu zusammenzuschließen. Damit entstünde der mit Abstand größte Anbieter in Deutschland. "Wir bündeln unsere Stärken zu einem gemeinsamen Ziel und nehmen jetzt Kurs auf Europa", sagte Flixbus-Gründer Jochen Engert. MeinFernbus-Gründer Torben Greve kündigte dichtere Fahrttakte und mehr Expressverbindungen an. MeinFernbus hatte im vergangenen Jahr 7,2 Millionen Fahrgäste befördert, Flixbus 3,5 Millionen. Gemessen an den Fahrgästen dürften beide damit insgesamt gut die Hälfte des Fernbusmarktes abdecken.

Die MeinFernbus GmbH beschäftigt an ihren Sitz in Berlin 250 Menschen, die Flixbus GmbH in München 230. Hinzu kommen mehrere Hundert Fahrer und Disponenten bei den mittelständischen Partner-Unternehmen. Über die finanziellen Details des Geschäfts sei Schweigen vereinbart worden, wurde weiter mitgeteilt.
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