Forscher untersuchen Zusammenhang von Witterung und Arbeitslosenzahl
Minusgrade kosten Jobs

Wirtschaft BY
Bayern
04.02.2015
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Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schlagen sich nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern in Stellenverlusten nieder. Im Januar koste jeder Minusgrad mehr rund zusätzliche 14 000 Personen den Job. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Bleibe ein Januar dagegen weitgehend frostfrei, sinke die Arbeitslosenzahl um etwa 4000. Stärker als im Januar treffe frostiges Wetter im Dezember den Arbeitsmarkt. Sinke dann die Durchschnittstemperatur unter die Schwelle von 0,8 Grad im Monat, steige die Arbeitslosenzahl pro Minusgrad gar um 34 000, so die Forscher. Dagegen scheinen frostige Temperaturen im weiteren Verlauf des Winters die Arbeitslosigkeit nicht mehr zusätzlich anwachsen zu lassen. Dafür haben jedoch im Spätwinter bis in den Vorfrühling hinein nach IAB-Beobachtungen Schneehöhen Einfluss auf die Arbeitsmarkt-Entwicklung. So steige mit jedem Zentimeter Schnee (Monatsmittelwert an Werktagen) im Februar die Zahl der Arbeitslosen um 3400, während die Arbeitslosigkeit in einem schneefreien Februar um 15 000 sinke.
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