Gas-Genossen: Ökostrom aus einer Hand

Biomasse und Wind: Die in Franken neu gegründete Vermarktungsgenossenschaft will auch erreichen, dass sich verschiedene Energieträger besser ergänzen. Archivbild: dpa
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Bayern
13.10.2014
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Ökostrom-Erzeuger haben in Herrieden (Kreis Ansbach) die bayernweit erste Stromvermarktungs-Genossenschaft gegründet. Der "Regionalstrom Franken" gehören rund 90 Betreiber von Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagen aus Mittelfranken und Schwaben an. Dies teilte der neue Vorstandschef der Genossenschaft, Robert Spanheimer, mit. Die Genossenschaft ist als Vermarktungsplattform angelegt. Die Mitglieder erhofften sich davon bessere Preise. "Das Ganze funktioniert im Grunde genommen wie eine Winzergenossenschaft - nur dass wir statt Wein eben Strom vermarkten", sagte Spanheimer.

Der größtenteils in Biogasanlagen erzeugte Strom soll vor allem in den Großraum Nürnberg geliefert werden. Dazu will die Genossenschaft mit dem Energieversorger N-Ergie zusammenarbeiten. Spanheimer schätzt die von den Genossen produzierte Strommenge auf 250 Gigawattstunden im Jahr. Ein Vorteil des Energieverbundes sei, dass die Stromlieferung flexibler gesteuert werden könne. So könne man etwa Biogasanlagen gezielt hochfahren, wenn Wind- und Sonnenstrom für Nachfragespitzen nicht mehr ausreichten.
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