Gelddrucker Giesecke & Devrient mit Schwierigkeiten
Protest und Verlust

Am Mittwoch demonstrierten Mitarbeiter von Giesecke & Devrient gegen den Stellenabbau. Bild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
23.04.2015
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Der Preis- und Wettbewerbsdruck sowie Umbaukosten haben den Gelddruck- und Chipkartenkonzern Giesecke & Devrient (G & D)im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 73 Millionen Euro, nach 2,6 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Der Umsatz legte dagegen um 4,5 Prozent auf 1,83 Milliarden Euro zu.

Das Unternehmen hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, dass der Euro-Druckstandort München noch in diesem Jahr geschlossen und die Verwaltung verschlankt werden soll. In München fallen mehr als 600 Arbeitsplätze weg, weitere 150 sollen verlagert werden. Zur Bilanz-Pressekonferenz protestierten am Mittwoch vor dem Firmengebäude nach Polizeiangaben rund 400 Beschäftigte gegen die Maßnahmen.

Zuvor war bekannt geworden, dass Peter-Alexander Wacker, der Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Beirats, die beiden Ämter zum 31. Mai niederlegen werde. "Es bestehen unterschiedliche Auffassungen zwischen Herrn Dr. Wacker und der Geschäftsführung über die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens", wird G & D-Chef Walter Schlebusch in der Mitteilung zitiert.
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