Generali stellt bei Lebensversicherungen um - Konzern baut Stellen ab
Verträge ohne feste Zinszusage

Der Versicherer Generali zieht sich in Deutschland aus dem Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen zurück. Archivbild: dpa
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Bayern
23.05.2015
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Generali schließt angesichts des harten Konkurrenzkampfes am Markt Standorte und streicht Arbeitsplätze. Zahlen könne sie aber noch nicht nennen, sagte ein Sprecherin am Freitag. Dazu werde erst mit den Arbeitnehmervertretern gesprochen. Außerdem verabschiedet sich der Konzern künftig von der klassischen Lebensversicherungspolice mit fester Zinszusage. Man werde auf fondsgebundene Versicherungen und Produkte mit geringerer Kapitalintensität wechseln, sagte die Sprecherin. Alte Verträge haben aber Bestand. Der Konzern (rund 13 800 Mitarbeiter in Deutschland) hatte zuvor eine Umstrukturierung angekündigt. Dabei soll die Generali-Holding von Köln nach München umziehen. Dort sitzt mit der Generali Versicherung die größte operativ tätige Teilgesellschaft. Standorte in "unterkritischer Größe" würden geschlossen und Generali baue in Ostdeutschland einen neuen Standort für Tätigkeiten ohne direkten Kundenkontakt auf, sagte die Sprecherin. Vor deutlichen Einsparungen stünden etwa die Standorte Hamburg, Karlsruhe und Nürnberg. Zum Konzern zählen in Deutschland unter anderem die Generali Versicherungen, die Aachen-Münchener, Cosmos-Direkt, die Advocard Rechtsschutzversicherung, die Bausparkasse Badenia, die Central-Krankenversicherung sowie der Lebensversicherer Dialog. Generali ist nach eigenen Angaben mit rund 16,8 Milliarden Euro Beitragseinnahmen im JAhr 2014 und mehr als 13,5 Millionen Kunden der zweitgrößte Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt.
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