Gewinn sinkt 2014 auf 958 Millionen Euro - Ausdünnung des Filialnetzes kostet Kunden
Zinsflaute trifft auch Hypo-Vereinsbank

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Bayern
13.03.2015
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Nach einem Gewinnrückgang im vergangenen Jahr hofft die Hypo-Vereinsbank (HVB) in diesem Jahr auf ein stabiles Ergebnis. Angesichts der historischen Niedrigzinsen wäre das eine "enorme Leistung", sagte HVB-Chef Theodor Weimer am Donnerstag in München. Mit dem 2014 begonnenen Umbau des Filialnetzes sei die HVB für die Zukunft gut gerüstet. Die Tochter der italienischen Unicredit-Bank schließt rund 240 ihrer bisher 580 Filialen und modernisiert die übrigen. Dabei werden auch rund 1300 Arbeitsplätze abgebaut, für rund 1100 Mitarbeiter seien bereits Aufhebungsverträge unterschrieben. Angesichts der Ausdünnung des Filialnetzes werde sich nicht jeder Kunde halten lassen, räumte Weimer ein. "Es kommt uns darauf an, dass wir die Kunden, die uns am Herzen liegen, die Stange halten." Das seien nicht unbedingt die reichen Kunden, sondern solche, die regelmäßige Bankgeschäfte tätigen. Unter dem Strich verdiente die HVB 958 Millionen Euro, nach 1,1 Milliarden Euro 2013. Die Abwicklung der Bad Bank der einstigen Skandalbank Hypo Alpe Adria trifft derweil auch die HVB: Man halte Papiere im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Umfang, habe aber bereits entsprechende Risikovorsorge getroffen und gehe nicht davon aus, dass die Bank durch das Thema noch einmal extra belastet würde, sagte HVB-Finanzvorstand Peter Hofbauer.
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