Gewinn verdoppelt

Die Bayern-LB kommt mit dem Abbau von Altlasten voran. Bild: dpa
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Bayern
21.08.2015
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Nach dem Debakel mit der Hypo Alpe Adria kommt die Bayern-LB wieder in Tritt. Und das trotz der neuen EU-Bankenabgabe.

Die Bayern-LB hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr auf 310 Millionen Euro verdoppelt. Landesbank-Chef Johannes-Jörg Riegler sagte am Donnerstag in München: "Wir kommen bei der Neuausrichtung der Bank sichtbar voran." Im vergangenen Jahr hatten Abschreibungen auf Forderungen an die österreichische Hypo Alpe Adria und die Trennung von der ungarischen Tochterbank MKB die Bayern-LB tief in die roten Zahlen gedrückt.

Das Kerngeschäft mit Firmen- und Immobilienkrediten in Deutschland lief dank der guten Konjunktur weiterhin rund. Die Tochter DKB sorgte mit neuen Kunden und höherem Zinsüberschuss für kräftig Rückenwind, und das Finanzmarktgeschäft warf dank Kursgewinnen bei Wertpapieren mehr ab. Auf der anderen Seite kosteten die neue EU-Bankenabgabe und die Einlagensicherung der Sparkassengruppe 147 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern sank um 94 Millionen auf 433 Millionen Euro. Ohne die Altlast MKB blieb unter dem Strich aber doppelt so viel Gewinn übrig. Bis Ende Oktober soll das Abenteuer Hypo Alpe Adria, das die Bayern-LB fast in den Abgrund gerissen hätte, mit einem Vergleich beendet werden. Die Landesbank soll etwa die Hälfte der offenen Forderungen von 2,4 Milliarden Euro erhalten. Die Bayern-LB ist nach der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) die zweitgrößte deutsche Landesbank, ihr Haupteigentümer ist der Freistaat, ein Viertel gehört den bayerischen Sparkassen.
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