Griechenland drückt auf die Kauflaune

Wirtschaft BY
Bayern
26.06.2015
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Das nervenzehrende Tauziehen um den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone dämpft in Deutschland die Verbraucherstimmung. Die offenen Fragen zur Zukunft des Landes verunsichern zunehmend hierzulande die Bürger. In der Folge sinkt der Konsumklimaindex für Juli von 10,2 auf 10,1 Punkte. Das teilte das Marktforschungsunternehmen GFK am Donnerstag in Nürnberg mit. Es ist der erste Rückgang seit Oktober 2014. Nichtsdestotrotz befindet sich die Verbraucherstimmung weiterhin auf einem extrem hohen Niveau. "Für viele sind die ganzen Verhandlungen mit der Taktiererei und den 'Spielchen' immer undurchschaubarer, immer weniger nachvollziehbar geworden", schildert GFK-Experte Rolf Bürkl. "Das führt in der Regel zu Verunsicherungen, und die sind Gift für das Konsumklima." Wer nicht weiß, was ihn erwartet, hält sein Geld tendenziell lieber zusammen, als es auszugeben: Die Sparneigung ist im Juni zum vierten Mal in Folge gestiegen.

Die rund 2000 repräsentativ Befragten schätzten im Juni vor allem die Entwicklung der Konjunktur zurückhaltender ein als im Vormonat. Dadurch ging auch die Anschaffungsneigung etwas zurück. Die Einkommenserwartungen hingegen stiegen aufgrund der jüngsten Tarifverhandlungen und der niedrigen Inflation auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung, so die GFK.
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