Handel profitiert vom Trend zu veganen Produkten
Verzicht auf Fleisch

Fleischlos ist in: Das könnte dem Handel Umsatzzuwächse mit vegetarischen und veganen Produkten bescheren. Archivbild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
21.01.2015
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Auch in Bayern verzichten immer mehr Menschen auf Fleisch und andere tierische Nahrungsmittel. Das dürfte den Handel mit veganen Produkten in den kommenden Jahren ankurbeln. "Von Veggie-Fischfilets über die vegane Currywurst bis hin zu veganen Frischkäsen gibt es schon zahlreiche Produkte im Lebensmittelhandel speziell für Veganer", sagte Alexander Spickenreuther vom Handelsverband Bayern (HBE) am Dienstag in München. Für die Zukunft prognostizierte er jährlich zweistellige Zuwachsraten.

Vegetarische und vegane Lebensmittel gehören damit zu den wichtigsten Trends neben regionalen und biologisch angebauten Lebensmitteln. Auch dank der wachsenden Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Produkten konnte die Branche in Bayern ihre Umsätze im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf den Rekordwert von 26 Milliarden Euro steigern. Etwa ein halbes Prozent davon machten vegane Lebensmittel aus.

Weil die Verbraucher ihre Einkäufe künftig häufiger im Internet tätigen dürften, stehe die Branche allerdings vor dramatischen Veränderungen, sagte HBE-Vizepräsident Matthias Zwingel. Schon jetzt gehe die Zahl der Lebensmittelgeschäfte stetig zurück auf zuletzt 9000 im Freistaat, sagte Zwingel. "Der Online-Handel wird diese Entwicklung beschleunigen." Das dürfte auch die Erzeuger regionaler Produkte unter Druck bringen: "Lokalität lässt sich eben nicht in Mega-Logistikzentren abbilden", sagte Zwingel weiter.
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