Hopfenbauern in Deutschland rechnen mit Erntemenge von 41400 Tonnen
„Überdurchschnittliches Jahr“

Hopfen auf dem Gelände des Forschungszentrums Hüll bei Wolnzach (Kreis Pfaffenhofen an der Ilm). Bild: dpa
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Bayern
26.08.2016
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Wolnzach. In den bayerischen Hopfenanbaugebieten hat am Donnerstag die Ernte begonnen. Die Anbauer erwarten einen deutlich besseren Ertrag als 2015. "Wir stehen vor einem überdurchschnittlichen Hopfenjahr", sagte der Präsident des Verbandes deutscher Hopfenpflanzer, Johann Pichlmaier, am Donnerstag bei der Hopfen-Rundfahrt in der Hallertau, dem größten Anbaugebiet in Deutschland. Bundesweit könne mit einer Ernte von rund 41 400 Tonnen Hopfen gerechnet werden. Mit etwa 36 000 Tonnen stammt der Löwenanteil aus Bayern. Die Anbaufläche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 742 auf 18 600 Hektar.

Wegen der extremen Hitze mussten die Hopfenbauern im vergangenen Jahr große Einbußen hinnehmen. Die Erntemenge belief sich nur auf rund 28 000 Tonnen. Pichlmaier wiederholte seine Forderung, die Politik müsse Möglichkeiten schaffen, damit Hopfenpflanzer solche Risiken durch steuerfreie Rücklagen abdecken könnten. Eine Kommission hatte in den vergangenen Tagen die deutschen Anbaugebiete bereist, um die neueste Schätzung zu erstellen. Sie fällt deutlich besser aus als die erste Einschätzung vom Juli, die von knapp 36 000 Tonnen ausging. Die Witterungsverhältnisse seien in den entscheidenden Monaten Juli und August mit nicht zu hohen Temperaturen und ausreichend Niederschlag günstig für das "grüne Gold" gewesen, erläuterte Pichlmaier. Das bedeute für die rund 1150 Hopfenbaubetriebe, dass sie ihre Vorverträge bis auf wenige Ausnahmen erfüllen könnten und darüber hinaus auch noch Freihopfenmengen zur Verfügung hätten. Gute Nachrichten gab es auch aus Franken, wo überwiegend der Aroma-Hopfen angebaut wird: "Wir hatten heuer ein absolutes Wachstumsjahr", sagte der Geschäftsführer des Hopfenpflanzer-Verbandes Spalt, Werner Wolf.
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