Innovativer Rest des Konzerns: Grundig Sat Systems will wieder in die Gewinnzone
Der Grundig-Satellit

Wirtschaft BY
Bayern
04.10.2014
9
0
Vom einst großen Elektrokonzern Grundig gibt es nur noch wenige Überreste. Einer davon ist Grundig Sat Systems, spezialisiert auf Satelliten-Empfangstechnik. Die Nürnberger haben bewegte Jahre hinter sich - und wollen sich nun auf den Weltmarkt stürzen.

Nach dem herben Umsatzeinbruch durch Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens will Grundig Sat Systems (GSS) wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Hersteller von Kopfstationen für den Fernsehempfang setzt auf neue Technologien sowie den massiven Ausbau des internationalen Vertriebs, wie Geschäftsführer Norbert Teschner in Nürnberg sagte. GSS feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

Von Beginn an profitabel

Das Unternehmen, das durch eine Management-Ausgründung entstanden ist, war von Beginn an profitabel - mit Ausnahme des Jahres 2013, wie Co-Geschäftsführer Winfried Stahl einräumte. Grund war der Umsatzeinbruch um rund 65 Prozent nach der Umstellung auf digitales Satelliten-TV. "2011/12 war eine absolute Sonderkonjunktur, da waren wir der große Gewinner", erläuterte Stahl. Der vorhersehbare Rückgang im Anschluss habe dann aber auch das Ergebnis in Mitleidenschaft gezogen.

In diesem Jahr sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden und die Erlöse von zuletzt 8,6 Millionen auf zunächst knapp 12 Millionen Euro steigen. "Unser Ziel ist es, im nächsten, übernächsten Jahr wieder auf das Niveau von 2010 zu kommen", kündigte Stahl an. Dazu soll der massive Ausbau des internationalen Geschäfts beitragen - etwa im Nahen Osten, wo GSS Ölplattformen ausstattet, auf denen zahlreiche Menschen arbeiten und Fernsehen schauen. Auch bei Kliniken und Hotelketten gebe es großes Potenzial.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.