Investition mit Signalwirkung

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste nahm die Firma Ceramtec am Standort Marktredwitz ihre neue Ofenhalle (im Hintergrund) in Betrieb. Im Bild (von links) Thomas Heise, Ceramtec-Geschäftsbereichsleiter Chemietechnik, Landrat Dr. Karl Döhler, Dr. Ulf-D. Zimmermann von der Ceramtec-Geschäftsleitung, MdB Hans-Peter Friedrich, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Regierungspräsident Wilhelm Wenning und Dr. Ralph Neubauer. Bild: jr
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Bayern
02.02.2016
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In weniger als acht Monaten hat die Firma Ceramtec am Standort in Marktredwitz eine neue Ofenhalle errichtet. 3,5 Millionen Euro an Investitionen flossen in die Anlage, die am Dienstag in Betrieb ging.

Marktredwitz. "Wir haben in die Zukunft unseres Geschäftsbereichs Chemietechnik investiert", sagte Dr. Ulf-D. Zimmermann als Vertreter der Geschäftsleitung. Thomas Heise, Geschäftsbereichsleiter Chemietechnik in Marktredwitz, betonte: "Die Anforderungen an unsere Produkte steigen. Mit der neuen Ofenhalle können wir den künftigen Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden und damit auch im globalen Wettbewerb bestehen." Entstanden sei ein hochmoderner, speziell auf die Bedürfnisse des Standortes Marktredwitz zugeschnittener Ofen. Während die Planung fast zwei Jahre in Anspruch genommen habe, sei die Bauphase in nicht einmal acht Monaten abgeschlossen worden.

Standortsicherung


Dr. Ulf-D. Zimmermann stellte die Wichtigkeit dieser Investition heraus: "Wir brauchen diese neuen Techniken, um im zunehmend härter umkämpften Markt bestehen zu können." Damit würden auch die Arbeitsplätze in Marktredwitz gesichert. "Wir wollen unsere Weltmarktstellung behaupten, unser Kapital sind unsere motivierten Mitarbeiter", so Dr. Zimmermann. Im Vergleich zum alten Ofen sei die Kapazität verdoppelt worden. Gleichzeitig sei das Nachfolgemodell in Sachen Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit auf höchstem Niveau. Ziel sei es, den Umsatz im Geschäftsbereich Chemietechnik weiter zu steigern. Hauptprodukte sind Katalysatorträger für die chemische Industrie zur Herstellung von Kunststoffen, Rohren und Bauteilen für die Gießereitechnik sowie Auskleidungen und Mahlelemente für Mühlentechnik.

MdB Dr. Hans-Peter Friedrich nannte die Investition eine "großartige Sache" und sprach von einer Werbung für den Standort Marktredwitz. "Sie geben mit ihrer Investition ein Signal nach draußen, dass es sich lohnt, hier zu investieren und hier in der Region zu bleiben." Regierungspräsident Wilhelm Wenning freute sich über die weitere Stärkung des Standorts. Seit 2013 seien in Marktredwitz schon mehr als 55 Millionen Euro investiert worden. "Das ist ein richtiger Schritt in eine erfolgreiche Zukunft." Landrat Dr. Karl Döhler zeigte sich überzeugt: "Unsere Menschen wissen schon zu schätzen, was Ceramtec in die Region und in unsere Zukunft investiert."

Bis zu 1600 Grad


Oberbürgermeister Oliver Weigel bekundete Respekt und Anerkennung angesichts der kurzen Bauzeit und dankte der Geschäftsführung für die Stärkung des Standortes Marktredwitz. Betriebsratsvorsitzender Franz-Josef Köstler dankte den Ceramtec-Verantwortlichen für die Sicherung "unserer Arbeitsplätze", ehe Dr. Ralph Neubauer die Funktionsweise der Ofenanlage näher erläuterte. Gearbeitet wird mit einer Maximaltemperatur von bis zu 1600 Grad. Abschließend wurde der Ofen von Thomas Heise und Dr. Ulf-D. Zimmermann per Knopfdruck offiziell in Betrieb genommen.

Das Unternehmen mit Sitz im Plochingen (Baden-Württemberg) beschäftigt weltweit rund 3600 Mitarbeiter. Davon sind 700 am Standort in Marktredwitz tätig.
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