Komfort für Kuh und Schwein

Tradition trifft Moderne: Besucher sehen sich auf der Grünen Woche in Berlin einen Kuhstall an. Der Freistaat will künftig nur noch Zuschüsse zu Stallbauten gewähren, wenn die Haltungsvorschriften übererfüllt werden. Bild: dpa
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Bayern
09.02.2015
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Die Staatsregierung will Rindern und Schweinen mehr Komfort verschaffen. Zuschüsse für neue Ställe sollen nur noch fließen, wenn diese der schonenden Tierhaltung dienen. Und wer es besonders gut mit dem Vieh meint, soll umso mehr profitieren.

Die Staatsregierung fördert neue Ställe auf Bayerns Bauernhöfen nach einem neuen Prinzip: Wenn der Landwirt besonders viel für das Wohl von Rind und Schwein tut, kann er einen besonders hohen Fördersatz erhalten. "Je tiergerechter die Haltung, desto höher der Zuschuss", sagt Agrarminister Helmut Brunner (CSU). Generell werden künftig nur noch Bauvorhaben bezuschusst, die über den gesetzlichen Vorgaben liegen. Im Doppelhaushalt 2015/16 stehen laut Ministerium für die Investitionsförderung 161 Millionen Euro bereit, bis 2020 ist eine halbe Milliarde Euro dafür eingeplant.

Nur "Laufställe"

So werden bei Rindern nur "Laufställe" bezuschusst, in denen sich die Tiere frei bewegen können und nicht angebunden werden. Jedes Tier muss einen Fress- und einen Liegeplatz haben. Zudem soll der Liegeplatz mit Stroh oder einer Gummimatte ausgelegt sein. Dafür kann der Bauer die "Basisförderung" bekommen - der Staat bezahlt 15 Prozent seiner Investitionskosten. Wer noch mehr für seine Tiere tut, kann die "Premiumförderung" in Höhe von 35 Prozent der Investitionskosten beantragen. Dazu zählten etwa ein Auslauf im Freien sowie noch größerer Liege- und Bewegungskomfort im Stall. Entsprechende Fördermöglichkeiten gibt es für die Schweinehaltung. Der Agrarminister will gezielt kleinere und mittlere Betriebe unterstützen, deshalb liegen die maximal möglichen Zuschussbeträge bei 300 000 Euro. Brunner betont, dass die Zuschüsse nicht nur den Landwirten und ihren Tieren zugute kämen: "Sie dienen auch dem Erhalt der Kulturlandschaft und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum."
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