Landesbank in ersten neun Monaten mit Minus von 561 Millionen Euro - Neue Filialen außerhalb ...
Altlasten bescheren Bayern-LB hohen Verlust

Wirtschaft BY
Bayern
18.11.2014
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Die Bayern-LB steuert wegen ihrer Aufräumarbeiten im Ausland wieder einmal auf einen hohen Jahresverlust zu. Im dritten Quartal machte die teure Trennung von der ungarischen Tochter MKB die Fortschritte im Kerngeschäft zunichte und bescherte der Landesbank unterm Strich einen Verlust von 714 Millionen Euro. Damit ergibt sich für die ersten neun Monate ein Minus von 561 Millionen Euro.

Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von 598 Millionen Euro in den Büchern. Bayern-LB-Chef Johannes-Jörg Riegler sprach am Montag in München von einem "Jahr des Übergangs" für die Landesbank. "Wir sind stark genug, um die abgebauten Altlasten zu verarbeiten." Einen konkreten Ausblick auf das kommende Jahr gab er aber nicht.

Nach jahrelangen Verlusten hatte die Bayern-LB die MKB im Sommer an den ungarischen Staat abgegeben und dabei kräftig draufgezahlt. Dieser Effekt machte sich im dritten Quartal bemerkbar. Im vierten Quartal wird sich auch noch der Verkauf des Milliarden-Portfolios fauler Hypothekenpapiere (ABS) in den Zahlen niederschlagen. Ein Verlust für das Gesamtjahr ist damit bereits besiegelt.

Die Entwicklung im Kerngeschäft stimmt Riegler aber zuversichtlich. "Unser Kundengeschäft läuft trotz des niedrigen Zinsniveaus und der Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen sehr stabil." Um noch mehr Firmenkunden zu gewinnen, will die Landesbank außerhalb Bayerns vier neue Filialen eröffnen. Die Entscheidung darüber sei im Vorstand bereits gefallen, hatte Vorstand Michael Bücker in der vergangenen Woche gesagt.

In den vergangenen Jahren war die Landesbank in fast allen Bereichen geschrumpft: Von einst rund 20 000 Mitarbeitern sind inzwischen durch eine Reihe von Verkäufen nur 5629 übrig geblieben.

Mit dem Verkauf der MKB und den ABS-Papieren war die Bayern-LB bei der Entsorgung ihrer Altlasten wieder einen großen Schritt voran gekommen. Ein Risiko bleibt aber ein schwelender Rechtsstreit um die Rückzahlung von Milliardenkrediten der einstigen Österreich-Tochter Hypo Alpe Adria (HGAA). Die Bayern-LB pocht vor Gericht auf die Rückzahlung von mehr als zwei Milliarden Euro. Die HGAA hatte ihre Zahlungen Ende 2012 eingestellt.
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