Linde hofft nach Gewinneinbruch 2014 auf neuen Schub
Auftrieb durch Gase

Seit Mai 2014 ist Wolfgang Büchele der Chef bei Linde. Bild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
17.03.2015
21
0
Der Industriegase-Konzern Linde hofft nach einem schwierigen Jahr auf deutlichen Auftrieb 2015. Vor allem das Geschäft mit Gasen dürfte sich in diesem Jahr besser entwickeln. 2014 hatten dem Konzern bis weit ins Jahr der starke Euro zu schaffen gemacht. Ein Effekt, der sich inzwischen durch den Verfall des Euro umgedreht hat. Dazu kamen hohe Umbaukosten und Probleme in Australien und Brasilien. Unter dem Strich sank der Gewinn deutlich um mehr als 16 Prozent auf noch 1,1 Milliarden Euro.

Aber auch 2015 werde nicht einfacher, warnte der seit knapp einem Jahr amtierende Linde-Chef Wolfgang Büchele. "Keine Frage, die Welt ist unübersichtlicher geworden, gewohnte Sicherheiten gelten nicht mehr, insgesamt haben die Risiken zugenommen", schrieb Büchele in seinem ersten Geschäftsbericht, den er am Montag in München vorlegte. Dabei werde sich das Gase-Geschäft besser entwickeln, das den Löwenanteil des Umsatzes ausmacht. Linde stellt unter anderem Gase für die Verwendung in der Industrie und der Medizin her. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als 60 000 Mitarbeiter.

Schwieriger dürfte es im Anlagenbau werden. Der derzeit niedrige Ölpreis bringt Ölfirmen dazu, beim Ausbau ihrer Förderung zu sparen. Linde ist in diesem Bereich ein wichtiger Lieferant. Allerdings profitiere der Konzern hier von einem dicken Auftragspolster. Die Sparte liefert mit gut 3 Milliarden Euro nicht ganz ein Fünftel des gesamten Konzernumsatzes. Der wuchs im vergangenen Jahr um gut 2 Prozent auf rund 17 Milliarden Euro. In diesem Jahr werde der Umsatz auf 18,2 bis 19 Milliarden Euro wachsen. Der Gewinn ging 2014 um 16,3 Prozent auf 1,102 Milliarden Euro zurück. Die Dividende soll dennoch um 15 Cent auf 3,15 Euro je Aktie erhöht werden.

Büchele ist seit 20. Mai 2014 Chef von Linde. Für die knapp acht Monate Amtszeit im vergangenen Jahr bekam er eine Gesamtvergütung von gut 3 Millionen Euro. Sein Vorgänger Wolfgang Reitzle erhielt dem Geschäftsbericht zufolge für seine letzten gut vier Monate als Vorstandschef noch knapp 1,8 Millionen Euro. 2013 hatte Reitzle fast 7 Millionen Euro verdient. Weltweit beschäftigt Linde mehr als 60 000 Mitarbeiter.
Weitere Beiträge zu den Themen: München (6406)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.