Märzenbier reift bis April

Oberbürgermeister Oliver Weigel (Zweiter von links) zeigte Talent als Bierbrauer, fanden (von links) Seniorchef Otto Nothhaft, Juniorchef Andreas Nothhaft und Braumeister Frank Seyferth. Bild: fphs
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Bayern
05.03.2016
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500 Jahre Reinheitsgebot. Da feiert auch die Brauerei Nothhaft mit. Sie setzt ein Märzenbier an, das schon Firmen-Gründer Otto Nothhaft gebraut hat.

Marktredwitz. Es riecht süß-säuerlich am Sudkessel der Marktredwitzer Brauerei Nothhaft, als Braumeister Frank Seyferth zusammen mit seinen Helfern Oberbürgermeister Oliver Weigel informiert. Mit dabei Brauereichef Otto Nothhaft und Nachfolger Andreas Nothhaft. Zum 500. Jubiläum des ältesten Lebensmittelgesetzes, des Reinheitsgebots, das deutsches Bier einmalig macht, setzt die Marktredwitzer Brauerei ein Festbier an, das der Historie im doppelten Sinn gerecht wird. Denn es soll nicht nur an das Reinheitsgebot, sondern auch an die Ursprünge der Marktredwitzer Brauerei Nothhaft selbst erinnern.

Unter den kundigen Augen der beiden Nothhaft-Chefs sowie des Braumeisters Seyferth setzte Oberbürgermeister Oliver Weigel dem Sud eigenhändig besonders würzigen Hopfen zu, der dem Märzen die besondere Note geben soll. Ein Märzen nach diesem Rezept hat schon der Gründer der Brauerei, der Urgroßvater des heutigen Seniorchefs Otto Nothhaft gebraut. Bis zur Bierprobe dauert es jedoch noch einige Wochen. Es wird wohl April werden, bis das Festbier abgefüllt und geliefert werden kann. Vorher muss es gären. Dann aber können sich Bierkenner davon überzeugen, ob das Festbier schmeckt. 13,2 Prozent Stammwürze und 5,6 Prozent Alkohol wird es haben. Dass sich die Marktredwitzer Brauerei Nothhaft trotz starker Konkurrenz der Großbrauereien am Markt behauptet hat, führt Seniorchef Otto Nothhaft auf zwei Gründe zurück: "Wir pflegen in der Familie den Zusammenhalt und verstehen es offensichtlich, den Geschmack der Kunden zu treffen." Rund 600 Kunden, Gaststätten, Märkte und Geschäfte beliefert Nothhaft regelmäßig. Um die 15 000 Hektoliter werden alljährlich gebraut. Früher gab es mehr als ein halbes Dutzend Brauereien in Marktredwitz. Als letzte mussten die Kastner-Brauerei, die Brander Schloßbrauerei und die Kaiserhof-Brauerei dem starken Konkurrenzdruck weichen. Immerhin besteht die Brauerei Nothhaft nun schon seit dem Jahr 1882, als der Urgroßvater, Otto Nothhaft, die Gastwirtschaft "Strand" am Kösseinestrand kaufte und daneben das erste Bier braute. Inzwischen ist mit Andreas Nothhaft die fünfte Generation am Ruder, die sechste wächst schon heran. Nicht nur die Familie, sondern auch der Betrieb wächst kräftig. Schon vor Jahren entstand deshalb an der Kösseinestraße eine große Halle. Für einen Anbau an die Halle, aber auch für Maschinen und Geräte investiert die Brauerei in den nächsten Jahren rund 600 000 Euro.
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