Mindestlohn: Kritik an Sonderregelung

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Bayern
24.10.2014
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Die Zeitungsverleger sind unzufrieden mit der Sonderregelung beim Mindestlohn. Diese laufe so, wie sie ausgeführt sei, "komplett ins Leere", sagte am Donnerstag der Erste Vorsitzende des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger, Andreas Scherer. Die Regelung gelte nur für reine Zeitungszusteller, die es aber kaum noch gebe. Die meisten Austräger verteilten auch Prospekte und Briefe. "So kommen für uns bundesweit Kosten von zusätzlich 220 Millionen Euro auf uns zu", sagte Scherer bei den Medientagen München. Vom 1. Januar 2015 an gilt ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro. Bei Zeitungszustellern darf im kommenden Jahr der Lohn noch 25 Prozent darunter liegen, 2016 dann noch 15 Prozent darunter.

Scherer, der Geschäftsführer der "Augsburger Allgemeinen" ist, forderte auch einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz für digitale Produkte. Dass dieser bei 19 Prozent liege, während er für Printprodukte 7 Prozent betrage, sei nicht nachzuvollziehen.
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