Modelleisenbahn-Hersteller versucht Neustart - Überschuldung durch Kosten für Betriebspensionen
Fleischmann rollt in Insolvenz

Schon vor mehreren Jahren war der Modellbahn-Hersteller Fleischmann ein Sanierungsfall. Nach einer kräftigen Schrumpfkur - die Zahl der Mitarbeiter fiel von einst 600 auf zuletzt 33 - schien das Unternehmen über dem Berg. Doch nun meldete Fleischmann Insolvenz an. Archivbild: Fleischmann/dpa
Wirtschaft BY
Bayern
06.08.2015
26
0
Der Modelleisenbahn-Hersteller Fleischmann hat einen Insolvenzantrag gestellt und will auf diese Weise einen erfolgreichen Neustart hinlegen. Das teilte Firmensprecher Michael Prock mit. Einen entsprechenden Antrag habe das Unternehmen mit Sitz in Heilsbronn (Kreis Ansbach) beim Amtsgericht gestellt, teilte die Salzburger Mutterfirma Modelleisenbahn Gruppe mit.

Prock zufolge haben Pensionslasten zur Überschuldung geführt. "Die verbliebenen 33 Mitarbeiter von Fleischmann am Firmensitz sind nicht in der Lage, die Betriebspensionen von mehr als 600 ehemaligen Mitarbeitern zu erwirtschaften." Nach der Insolvenz übernehme die Zahlungsverpflichtungen künftig der Pensions-Sicherungs-Verein. Neben Fleischmann gehört auch Roco zur Modelleisenbahn Gruppe. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Münchener Anwalt Maximilian Breitling. Er soll bis zum Abschluss des Verfahrens Mitgeschäftsführer sein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.