Möbelindustrie kämpft aber gegen Auslands-Konkurrenz
Gepolstertes Plus

Wirtschaft BY
Bayern
24.09.2015
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Die bayerische Polstermöbelindustrie hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht steigern können. Die Konkurrenz aus dem Ausland bereitet der Branche jedoch Sorge. Die Zahl der Importe sei gestiegen, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft in Bayern, Christian Dahm, am Dienstagabend in Rödental (Kreis Coburg).

Zentrum der Polstermöbelproduktion in Bayern ist nach Verbandsangaben Oberfranken - jedes zweite in Deutschland produzierte Polstermöbelstück kommt aus dieser Region. Die Firmen im Freistaat erzielten im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz von 259 Millionen Euro, das ist eine Steigerung um 1,9 Prozent im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2014. Insgesamt erreichten die Polstermöbelbauer im Vorjahr einen Umsatz von 522 Millionen Euro. Sie beschäftigten knapp 3000 Mitarbeiter.

Zu schaffen machen der Branche vor allem Konkurrenten mit Sitz in Deutschland, die aber wegen geringerer Lohnkosten etwa in Polen produzieren lassen. Zugleich kämpfen die oberfränkischen Unternehmen um Mitarbeiter - denn sie finden kaum Azubis. Das liege vor allem an demografischen Problemen in der Region, sagte Imaan Bukhari, Geschäftsführer der Firma FM Munzer in Weidhausen (Kreis Coburg). Es gebe immer weniger junge Menschen. "Licht am Horizont" sei für ihn daher die Zuwanderung.
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