Naturland-Verband überprüft Genossenschaft
Betrug mit Bio-Etiketten

Der Naturland-Verband nimmt einen Lizenzunternehmer unter die Lupe, der durch Bioprodukte mit falschen Zertifikaten aufgefallen war. Bild: dpa
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Bayern
13.11.2016
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Gräfelfing. Der Naturland-Verband überprüft einen möglichen Etikettenschwindel bei Bio-Möhren. Es bestehe der Verdacht, dass ein Händler bei mindestens zwei Lieferungen Bio-Möhren aus dem EU-Ausland zu Bio-Möhren in EU-Qualität aus Deutschland umetikettiert habe, teilte der Verband in Gräfelfing mit.

Das Magazin "Der Spiegel" hatte zuvor über Probleme mit falschen Herkunftszertifikaten bei Naturland berichtet. Der Verbandssprecher Markus Fadl hielt dagegen: "Der Fall betrifft die Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern." Die Genossenschaft sei ein vom Naturland-Verband unabhängiges Handelsunternehmen, das mit Bio-Gemüse in unterschiedlichen Qualitäten handle. Damit sei das Unternehmen lediglich ein Lizenznehmer. "Dem Händler unter Betrugsverdacht haben wir bereits am 28. September die Lizenz entzogen", sagte der Sprecher.

Die Marktgenossenschaft war für eine Stellungnahme am Freitagnachmittag nicht zu erreichen. Gegenüber dem "Spiegel" räumte der Geschäftsführer Franz Westhues ein, dass Lieferzertifikate falsch gewesen seien. Es werde geprüft, ob weitere Lieferungen von ausländischer zu deutscher Bio-Ware umetikettiert wurden.
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