Neben Wallersdorf bekommt nun auch Bruckberg bei Landshut ein BMW-Lager - Regensburg geht leer ...
Dingolfing wird Logistikschwerpunkt

BMW entschied sich bei den drei neuen Standorten gegen die Oberpfalz. Bild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
09.05.2015
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Nun ist eine der größten Ansiedlungen in der jüngeren ostbayerischen Wirtschaftsgeschichte offiziell: Das große BMW-Logistikzentrum mit rund 2000 neuen Jobs wird in Wallersdorf im Landkreis Dingolfing-Landau gebaut. Das gab der Münchener Autobauer am Freitagmittag bekannt. Obertraubling bei Regensburg, lange Zeit der große Favorit im Ansiedlungsrennen, geht damit leer aus. Zudem soll in Bruckberg-Gündlkofen (Kreis Landshut) ein BMW-Ersatzteillager mit 170 neuen Arbeitsplätzen entstehen.

Insgesamt baut BMW in Bayern drei neue Logistikzentren. Neben dem Verteilzentrum in Wallersdorf sowie dem Ersatzteillager in Bruckberg-Gündlkofen ist ein regionales Distributionszentrum in Kleinaitingen (Kreis Augsburg) geplant. In Summe werden rund 250 Millionen Euro investiert. Die Arbeitsplätze sollen bei Dienstleistern entstehen. Das neue Verteilzentrum und Lager in Wallersdorf soll laut BMW etwa 200 000 Quadratmeter umfassen.

"Bayern bleibt damit das Herz der weltweiten Aftersales-Logistik der BMW-Group", wie der Autobauer mitteilte. So ergänzen die neuen Lager in Wallersdorf und Bruckberg-Gündlkofen das zentrale Ersatzteillager in Dingolfing, das Dynamikzentrum, und bilden im Verbund mit diesem die sogenannte Zentrale Teileauslieferung der BMW-Group. Sie versorgen künftig als "Welt-Ersatzteillager" des Konzerns kontinentale und regionale Distributionszentren mit Ersatz- und Zubehörteilen.

In der Oberpfalz zeigte man sich zerknirscht. Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD): "Wir bedauern sehr, dass das BMW-Logistikzentrum nicht nach Obertraubling kommt. Doch wir akzeptieren selbstverständlich die Entscheidung: An der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem BMW-Werk Regensburg wird sich dadurch nichts ändern. Leider waren nicht alle Beteiligten flexibel und schnell genug, um die Entscheidung letztendlich doch noch ins Positive zu wenden. Es wurde von manchen einfach zu hoch gepokert, aber nicht vonseiten der Stadt." Im Vorfeld hatte Wolbergs die Grundstücksverhandlungen mit dem Haus Thurn und Taxis mit Folgeverhandlungen über anderweitigen Grundstückserwerb in Millionenhöhe verknüpft. Dieser Deal sei nun auch geplatzt.
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