Osram-Chef Berlien sagt bei Konzernumbau offenen Dialog mit Arbeitnehmern zu
Klarheit spätestens im Juni

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Bayern
27.02.2015
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Der neue Osram-Vorstandschef Olaf Berlien drückt beim Konzernumbau aufs Tempo. "Alleine unser Geschäft mit traditionellen Lampen und Vorschaltgeräten ist im vergangenen Jahr um 15 Prozent geschrumpft", sagte Berlien am Donnerstag auf der Osram-Hauptversammlung in München.

Der Technologiewandel zu Leuchtdioden (LED) und der Preisverfall erfolgten rasanter als erwartet. Deshalb brauche Osram "eine neue, richtungsweisende Strategie". Die Eckpunkte werde er spätestens im Juni vorstellen. Osram beschäftigt heute noch rund 33 000 Mitarbeiter, hat aber bereits einen weiteren Stellenabbau angekündigt: Bis September 2017 sollen an den deutschen Standorten 1700 Arbeitsplätze gestrichen werden, im Ausland weitere 6100. Auf der Hauptversammlung dankte Berlien der IG Metall und den Betriebsräten für ihre Unterstützung des Umbaus und sagte einen offenen Dialog zu. "Den laufenden Konzernumbau müssen wir eher noch beherzter und fokussierter angehen", forderte Berlien aber auch.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte Osram den Umsatz zwar gesteigert, war aber wegen der Umbaukosten mit 39 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Für das Gesamtjahr stellte Finanzchef Klaus Patzak den Aktionären einen Gewinn und eine stabile Dividende von unverändert 90 Cent je Anteil in Aussicht.
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