Positive Bilanz: Besonders Volks- und Raiffeisenbanken in der Oberpfalz legen zu
"Erfolgskurs gehalten"

Wirtschaft BY
Bayern
05.03.2015
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Trotz Niedrigzinsphase, verschärfter Bankenregulierung und wachsender Konkurrenz haben die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken (VR) auch im vergangenen Jahr zugelegt. "Wir haben unseren Erfolgskurs gehalten und unser tragfähiges Fundament durch solide Arbeit weiter gestärkt", erklärte der Präsident des bayerischen Genossenschaftsverbandes, Stephan Götzl, bei der Vorlage der VR-Jahresbilanz in München.

Demnach hat sich die Bilanzsumme der 281 Institute (Vorjahr: 287) um 3,5 Prozent auf 141 Milliarden Euro erhöht. Das Ergebnis vor Steuern wuchs von 1,35 auf 1,5 Milliarden Euro an. Noch besser entwickelten sich die 31 VR-Banken in der Oberpfalz. Sie steigerten ihre Bilanzsumme um 3,8 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro.

Sowohl bei der Kreditvergabe als auch bei den Kundeneinlagen bauten die VR-Banken ihre Marktanteile aus. Inzwischen wird im Kreditgeschäft mit Privatkunden in Bayern jeder vierte Euro von einer VR-Bank vergeben, bei den Firmenkunden ist es jeder fünfte. Die Tendenz ist auf beiden Feldern seit Jahren steigend. Um plus 3,5 Prozent auf knapp 110 Milliarden Euro angewachsen sind auch die Spareinlagen.

"Das zeigt ganz klar, dass die bayerischen VR-Banken auch in einem widrigen Zinsumfeld als sichere Institute zur Geldaufbewahrung geschätzt werden", sagte Götzl. Obwohl die Rahmenbedingungen für Bankgeschäfte in naher Zukunft wohl nicht besser werden, gab sich Götzl kämpferisch: "Wir haben nicht vor, Marktanteile abzugeben - in Gegenteil: Wir wollen weiter hinzugewinnen." Anspruch der VR-Familie sei, "Qualitätsführer in der persönlichen Beratung zu sein".

Man werde die Vertriebswege Internet und Filiale enger verzahnen, ohne sich dabei aus der Fläche zurückzuziehen oder das Modell einer Universalbank zur Disposition zu stellen. Klar sei, dass nicht in jeder Filiale jeder Spezialist sitzen könne. Man wolle aber ein "effizientes und den Kundenbedürfnissen entsprechend flächendeckendes Angebot" aufrecht erhalten, so Götzl. 2014 sank die Zahl der Bankstellen um 72 auf 2922, der Mitarbeiterstand reduzierte sich auf 35 560 (minus 1,1 Prozent).
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