rbeitsgericht lehnt Lufthansa-Antrag ab
Piloten dürfen weiter streiken

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Bayern
29.11.2016
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München/Frankfurt. Der für Dienstag und Mittwoch geplante Streik der Lufthansa-Piloten kann stattfinden. Das Arbeitsgericht München wies am Montag den Antrag der Fluggesellschaft auf Untersagung des Ausstands ab. Lufthansa, die Teile der Lohnforderungen der Pilotenvereinigung VC für rechtswidrig hält, erklärte: "Wir werden nun die Urteilsgründe sowie mögliche weitere rechtliche Schritte prüfen."

Man sei jederzeit bereit, die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung Cockpit wieder aufzunehmen. Wegen des Arbeitskampfs fallen am Dienstag und Mittwoch erneut Hunderte Flüge mit Zehntausenden Passagieren aus. Bereits am vergangenen Dienstag hatte die Lufthansa versucht, die Streiks gerichtlich zu stoppen. Sie scheiterte aber vor zwei Arbeitsgerichten in Frankfurt. "Lufthansa ist seinen Anteilseignern verpflichtet, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen", erklärte ein Sprecher den neuerlichen Anlauf.

Der Streit zwischen der Lufthansa und ihren Piloten spitzt sich weiter zu. Am Dienstag würden 816 Verbindungen vor allem auf der Kurz- und Mittelstrecke mit insgesamt 82 000 Passagieren gestrichen, teilte die Lufthansa mit. Es gehe um Flüge ab Deutschland. Am Mittwoch fielen zudem 890 Verbindungen mit 98 000 Reisenden aus. Dann streike VC auch auf der Langstrecke. Flüge der Lufthansa-Billigtöchter Eurowings und Germanwings sowie der Konzerngesellschaften AUA, Swiss, Brussels und Air Dolomiti würden erneut nicht bestreikt, hieß es weiter. VC schloss derweil bereits neue Maßnahmen nicht aus. "Streiks über Mittwoch hinaus sind möglich", sagte ein Sprecher. Bisher seien keine neuen Verhandlungen mit Lufthansa angesetzt. Man sei aber immer gesprächsbereit.

Die Pilotengewerkschaft hatte am Sonntag nach ergebnislosen Gesprächen mit Lufthansa abermals zu Streiks aufgerufen. Ein Angebot des Konzerns lehnte sie am Wochenende als "nicht verhandlungsfähig" ab. Lufthansa hatte ein Gehaltsplus von 4,4 Prozent in zwei Stufen bis 2018, eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern und Neueinstellungen vorgeschlagen.

Die VC verlangt für die rund 5400 Lufthansa-Piloten Tariferhöhungen von 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017. Sie hatte am vergangenen Mittwoch mit einer neuen Streikwelle begonnen und diese am Sonntag und Montag unterbrochen. Am Mittwoch hat VC eine Piloten-Demonstration am Frankfurter Flughafen angemeldet.

Der Tarifkonflikt dauert bereits seit April 2014 an. Es ist bereits die 14. Streikrunde der Piloten. An den sechs Streiktagen seit vergangenem Mittwoch sind laut Lufthansa insgesamt mehr als 525 000 Passagiere von 4461 Flugausfällen betroffen.

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Informationen für Reisende zu ihren Flügen:

www.lufthansa.com

Streiks über Mittwoch hinaus sind möglich.Pilotenvereinigung Cockpit
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