Rechnungsprüfer beklagen teure Exklusivrechte für Lufthansa
Ärger um Terminal 2 am Münchener Flughafen

Das Terminal 2 am Münchener Flughafen: Die Rechnungsprüfer stoßen sich nach "SZ"-Informationen vor allem daran, dass die Lufthansa das Terminal samt Satellit zwanzig Jahre länger als ursprünglich vereinbart exklusiv nutzen darf und auch weiter an den Erträgen beteiligt bleibt. Bild: sr
Wirtschaft BY
Bayern
31.03.2016
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München. Der Münchner Flughafen soll nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" der Fluggesellschaft Lufthansa ohne angemessene Gegenleistung Vorteile in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro verschafft haben. Zu dieser Einschätzung komme ein bisher unter Verschluss gehaltener Prüfbericht des Bayerischen Obersten Rechnungshofes (ORH). In dem Dokument, das der "SZ" (Freitag) vorliegt, wird kritisiert, dass die Flughafengesellschaft (FMG) der Lufthansa zu weit reichende exklusive Nutzungsrechte des gemeinsam gebauten und betriebenen Terminals 2 eingeräumt habe - samt dessen Satellitengebäude, das Ende April eröffnen soll.

Dessen Kosten und Nutzen stünden in einem eklatanten Missverhältnis, kritisiert der ORH nach einer vier Jahre andauernden Prüfung der Geschäftsjahre 2003 bis 2011 und des FMG-Gesellschaftervertrags. Die FMG und das bayerische Finanzministerium, das den 51-Prozent-Anteil des Freistaats am Flughafen verwaltet, bestritten in der "SZ" die Befunde der Prüfer.
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