Russland-Krise trifft fränkischen Spielwarenhersteller Simba Dickie - Märklin fit
Kein leichtes Spiel

Michael Sieber, Vorstandsvorsitzender der Simba-Dickie-Gruppe. Archivbild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
24.01.2015
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Die Zurückhaltung der russischen Käufer sowie die Abwertung des Rubels und weiterer Währungen haben dem bayerischen Spielwarenhersteller Simba Dickie im vergangenen Jahr zugesetzt. "2014 war für uns kein leichtes Jahr, wir sind beim Ergebnis aber trotzdem noch mit einem blauen Auge davongekommen", schilderte Firmenchef Michael Sieber in Fürth. Der Gesamtumsatz der Gruppe sank um 4,5 Prozent auf 602 Millionen Euro. Zu dem Familienunternehmen gehören unter anderem die Marken Simba und Dickie, der Bobby-Car-Hersteller Big, Smoby, Schuco und Eichhorn.

Die Firmengruppe bekam die politische Krise in Osteuropa und den Währungsverfall in verschiedenen Ländern 2014 deutlich zu spüren. Allein in Russland seien die Erlöse um 20 Prozent eingebrochen, berichtete Finanzchef Manfred Duschl.

Gut gerüstet für die Zukunft sieht sich auch der Modelleisenbahn-Hersteller Märklin, der an die Gruppe angedockt ist, aber als eigenständiges Unternehmen geführt wird. 2014 sei kräftig in die Rückverlagerung von Werkzeugen und Formen aus China sowie in die Erweiterung des Werkes in Ungarn investiert worden, berichtete Geschäftsführer Florian Sieber. Zudem habe das Management bewusst auf Erlöse durch Rabatt-Aktionen verzichtet. Der Umsatz im Ende April zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2014/2015 werde daher von 101 Millionen Euro auf rund 98 Millionen Euro sinken. Der Gewinn sei aber weiterhin stabil.
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