Scherdel mit zwei Rekordjahren

Betriebsratsvorsitzender Florian Gelius. Bild: fph
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Bayern
06.05.2016
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Die Firmengruppe Scherdel trotzt den unruhigen Zeiten. Die Geschäftsleiter geben sich in der Betriebsversammlung der Stammwerke zuversichtlich.

Marktredwitz. Trotz Abgas-Skandalen in der Autoindustrie und eines schwierigen Umfelds hat die Scherdel-Gruppe ein erfolgreiches Jahr 2015 hinter sich. Das sagte Maximilian Freiherr von Waldenfels, Mitglied der Geschäftsführung, bei der Betriebsversammlung der Stammwerke in der Dörflaser Turnhalle. Der Erfolg sei nicht zuletzt auch der Erhöhung des Qualitätsstandards bei der Firmengruppe zu verdanken. Die neuen Sparten E-Mobilität und Medizintechnik könnten jedoch den Automarkt nicht ersetzen. Derzeit beschäftige Scherdel weltweit 5500 Mitarbeiter, 1770 seien es in den Stammwerken. Trotz steten Wachstums sei es wichtig, auf Veränderungen im weltweiten Markt schnell reagieren zu können.

Alexander Kapsch, Leiter Vertrieb und Marketing, berichtete von einem guten Wachstum, das der Scherdel-Gruppe weltweit zwei Rekordjahre hintereinander beschert habe. "Auch wenn dies sehr positiv und vielleicht etwas enthusiastisch klingen mag, dürfen Probleme wie Preisreduzierungen und Auftragsrückgänge nicht außer acht gelassen werden. Sie führen dazu, dass wir uns alle nicht ausruhen können, sondern immer besser, effizienter, wettbewerbsfähiger werden müssen", hob Kapsch hervor. Christian Schiener, Mitglied der Geschäftsführung, erklärte, dass die Stammwerke das Rückgrat der Gruppe seien, ohne die die Internationalisierung nicht zu stemmen wäre. Ein wachsender Markt erfordere schnelles Reagieren in allen Bereichen, um die Kundenzufriedenheit sicherzustellen. Marcus Bach, ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung, sprach davon, dass bei den jährlichen Investitionen ein Großteil in Bauvorhaben und Erweiterungen der Werke fließe. Auf dem internationalen Markt habe sich gezeigt, dass gerade die Werke vor Ort besonders an Wichtigkeit zunähmen. Ziel sei es, nach und nach weitere Sparten mit dem Scherdel-Qualitätsanspruch auf dem Weltmarkt zu etablieren. Trotz der derzeitigen Bautätigkeit im Ausland würden die Stammwerke nicht vergessen, auch hier seien verschiedene Maßnahmen geplant.

Bach dankte allen, die das Jubiläumsjahr zu einem unvergesslichen Ereignis machten. Die positiven Rückmeldungen von allen Seiten erfüllten ihn und seinen Vater, Seniorchef Walter Bach, mit Stolz. "Das Fest hat auch gezeigt, dass die Zusammengehörigkeit bei Scherdel ganz großgeschrieben wird." Mit dem Bericht des Betriebsratsvorsitzenden Florian Gelius hatte die Betriebsversammlung begonnen. Die Betriebsratsarbeit bei Scherdel habe sich in den vergangenen zwei Jahren stetig weiterentwickelt und sei mit wachsender Belegschaft immer zeitintensiver geworden. Mit der Wiedereinführung der Betriebsratssprechstunden, dem Start der internen Stellenausschreibung oder dem Rentenausschuss nannte Gelius einige Neuerungen. Auch blickte er auf das 125. Firmenjubiläum zurück. Für die gesamte Belegschaft sei das Jahr 2015 voller Herausforderungen, voller Spannung und am Ende voller Freude gewesen. In vielen Werken weltweit gab es unvergessliche Familienfeste, Tage der offenen Tür, eine Scherdel-Ausstellung, das Scherdel-Kochbuch, den ersten Kindermitbringtag und viele "Gänsehautmomente" bei der großen Jubiläumsfeier auf dem Marktredwitzer Angerplatz. "Damit so etwas optimal klappt, braucht es ein funktionierendes Team", sagte der BR-Vorsitzende. Dazu passe auch der Leitspruch bei Scherdel: "Jeder hat die Möglichkeit, sein eigener Unternehmer am Arbeitsplatz zu werden." Dazu zählten auch die Auszubildenden bei Scherdel. Um Schulabgängern die Möglichkeiten bei Scherdel näher zu bringen, beteiligt sich die Firma an der Ausbildungsmesse am Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz am Samstag, 24. September. Dort haben interessierte Besucher des Scherdel-Messestands die Möglichkeit, sich einen Kugelschreiber nach ihren Wünschen bedrucken zu lassen, was ein gemeinsames Projekt der Azubis aus den verschiedenen Werken ist. Währenddessen erfahren sie etwas über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Hause Scherdel.

Höchstleistungen


Durch steigende Kundenanforderungen, Kostenaufbrüche und Preisreduzierungen sei man gezwungen, zukünftig noch viel mehr in die Verbesserung der Abläufe zu investieren, sagte Gelius. Daher sei jeder aufgerufen, sich an seinem Arbeitsplatz Gedanken zu machen und mit seinen Ideen einen Beitrag zum Besserwerden einzubringen. Als Teamplayer sei es notwendig, auch in der Lage zu sein, über den eigenen Schatten zu springen und Kompromissbereitschaft zu beweisen. "Bei Scherdel funktioniert das in vielen Bereichen bereits super. Viele Teams und ihre Leiter sind wirklich erfolgreich und bringen Monat für Monat Höchstleistungen", betonte Gelius.
Das Fest hat auch gezeigt, dass die Zusammengehörigkeit bei Scherdel ganz großgeschrieben wird.Marcus Bach, Mitglied der Geschäftsleitung
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