Sportartikelhersteller im Aufwind
Puma und sein Pop-Star

Pop-Sängerin Rihanna präsentierte ihre "Fenty x Puma"-Collektion in Paris. Nicht zuletzt durch seine Sport-Lifestyle-Produkte ist der Herzogenauracher Sportartikel-Hersteller Puma wieder im Aufwind. Bild: Pascal Le Segretain/Getty Images for Fenty x Puma)
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Bayern
10.11.2016
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Schon bald nach seinem Amtsantritt hatte er die Weichen für eine Neuausrichtung von Puma neu gestellt. Aber erst jetzt entfaltet die von Bjørn Gulden verordnete neue Produkt- und Markenstrategie ihre volle Wirkung: Sportartikel-Hersteller Puma ist wieder auf Gewinnkurs.

Herzogenaurach. Neue Sportschuhmodelle und die Pop-Sängerin Rihanna sorgen beim Sportartikelhersteller Puma für klingelnde Kassen. Schuhe seien inzwischen der stärkste Wachstumstreiber des SDax-Unternehmens. Das entsprechende Geschäft steuerte mit 458,8 Millionen (plus 12,3 Prozent) im dritten Quartal fast die Hälfte zum Puma-Konzernumsatz bei, berichtete Puma-Chef Bjørn Gulden am Donnerstag am Firmensitz Herzogenaurach.

Rihanna wiederum habe mit ihrer neuesten Kollektion dafür gesorgt, dass viele Puma-Sportlifestyle-Produkte bei den Kunden wieder stärker gefragt seien, berichtete Gulden. Textilien mit dem Raubkatzenlogo sei inzwischen wieder so begehrt, "dass immer mehr Konsumenten unsere Produkte zum vollen Preis kaufen". Noch vor zwei bis drei Jahren waren viele Puma-Produkte Ladenhüter gewesen; das hatte den Adidas- und Nike-Konkurrenten bei der Jagd nach Marktanteilen zurückgeworfen.

Starke Nachfrage nutzen


Nach einer Schwächephase in den Jahren 2013 und 2014 sieht Gulden sein Unternehmen nun wieder in der Erfolgsspur. Die von ihm eingeleiteten Neuausrichtungen von Marke und Sortiment griffen. Und inzwischen steuere Puma auch dank einer strikten Kostenkontrolle zurück in die Gewinnzone. "Unsere Umsätze haben sich besser entwickelt als erwartet", sagte Gulden. Es gehe nun darum, die starke Nachfrage nach Puma-Sportkleidung für weiteres Wachstum zu nutzen.

Im dritten Quartal war der Puma-Umsatz um 8,3 Prozent auf 990,2 Millionen Euro gestiegen. Der operative Gewinn lag mit 59 Millionen Euro sogar um 64,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Unter dem Strich blieben dem Konzern 39,5 Millionen Euro. Damit konnte Puma seinen Konzerngewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vergleichsquartal 2015 fast verdoppeln. Der Neun-Monatsumsatz summierte sich damit auf 2,688 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent). Den entsprechenden Konzernüberschuss in den ersten drei Quartalen bezifferte der Puma-Chef mit 67,0 Millionen (plus 61,5 Prozent).

An seiner bisherigen Prognose für 2016 hält der Puma-Chef fest. Für das Gesamtjahr erwartet er weiter einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen einstelligen Bereich. Der operative Gewinn werde zwischen 115 und 125 Millionen Euro liegen.
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