Stellenabbau nicht ausgeschlossen - 2014 Minus beim Umsatz, aber höherer Gewinn
MAN verschärft Sparkurs

Georg Pachta-Reyhofen. Bild: dpa
Wirtschaft BY
Bayern
12.03.2015
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Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN richtet sich nach einem durchwachsenen Jahr auf eine weitere Durststrecke ein und verschärft seine Sparanstrengungen. Vor allem die weiter schlecht laufenden Geschäfte in Brasilien werden der Volkswagen-Tochter weiter zu schaffen machen - und zwar so stark, dass auch eine leichte Erholung auf den europäischen Lkw-Märkten das kaum ausgleichen wird. Das sagte Konzernchef Georg Pachta-Reyhofen am Mittwoch in München. Bisher gab es schon ein Sparprogramm in der Sparte Truck & Bus, das die Kosten bis 2017 um 600 Millionen Euro drücken sollte. Das Programm sei nun auf die gesamte Gruppe ausgedehnt worden. Einen möglichen Abbau von Arbeitsplätzen wollte Sparten-Chef Anders Nielsen zwar nicht ausschließen. Es sei aber das Ziel, ohne ihn auszukommen. Im Vergleich zum Vorjahr war konzernweit der Umsatz 2014 um 10 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro gesunken. Der operative Gewinn legte von 309 auf 384 Millionen Euro zu, vor allem wegen wegfallender Sonderlasten, die 2013 die Bilanz erheblich belastet hatten. Unter dem Strich stehen mit einem Gewinn von 267 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen. 2013 hatten die Sondereffekte MAN einen Verlust von 513 Millionen Euro eingebrockt. Weltweit beschäftigt der Konzern knapp 52 000 Menschen, gut 32 000 davon in Deutschland.
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