Stimmung in der Wirtschaft trübt sich deutlich ein

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Bayern
25.06.2015
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Die Sorgen um die Griechenland-Krise und eine Konjunkturabkühlung in wichtigen Schwellenländern belasten die deutschen Unternehmen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex gab im Juni deutlich von 108,5 Punkten im Vormonat auf 107,4 Punkte nach. Damit fiel der zweite Rückgang des Konjunkturbarometers in Folge stärker aus, als von vielen Experten erwartet. "Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind gedämpft", erklärte der scheidende Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Mittwoch in München. Im Juni zeigten sich die Firmen mit ihrer derzeitigen Situation etwas weniger zufrieden und waren auch skeptischer für die kommenden Monate. Der Lage-Index fiel entsprechend von 114,3 auf 113,1 Punkte, und der Index für die Geschäftserwartungen gab von 103,0 auf 102,0 Punkte nach.

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich aus der Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft ermittelt und bildet die aktuelle Lage der Firmen und ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate ab.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht aber bis Ende kommenden Jahres von einem robusten Wachstum, Beschäftigungsrekord und stark steigenden Löhnen in Deutschland aus. Zu dem günstigen Ausblick werde neben der Binnenkonjunktur auch eine Erholung der Weltwirtschaft beitragen, erklärte der Leiter der DIW-Abteilung Konjunkturpolitik, Ferdinand Fichtner.
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